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Vorzeitige Ejakulation, kein Orgasmus oder Ejakulation, verspätete Ejakulation. Verlust der Erektion während Sex. Impotenz und erektile Dysfunktionen.


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Die Kunst, vorzeitige Ejakulationen zu vermeiden.

„Stehvermögen“ ist ein Programm, das hält, was es verspricht: die Heilung der vorzeitigen Ejakulation.

Diese Seite enthält Information über verschiedene sexuelle Probleme in der folgenden Ordnung:

1.   Ausbleiben eines Orgasmuses während des Geschlechtsverkehres - "ausbleibende Ejakulation" Du pumpst über Stunden hinweg aber kommst trotzdem nie zum Orgasmus, entweder mit allen deinen ParterInnen oder nur mit einer/einem.

2. Du kannst nur auf eine bestimmt Weise kommen zB.: eine spezifische Methode der Masturbation.

3. Verlust der Erektion während Sex Dein Penis wird hart aber dann auch wieder weich!

4. Verlust der Erektion in bestimmten Situationen Wie etwa beim Anbringen eines Kondoms oder wenn du dabei bist in deine Partnerin einzudringen. Ein sehr häufiges und frustrierendes Problem, glaub mir, wenn ich mir die e-mails so ansehe, die ich bekomme.


1       Unfähigkeit während des Sex zu kommen

(nennt sich auch Anorgasmia oder ausbleibende/retardierte Ejakulation)

Hier sind drei e-mail, welche typisch sind für viele, die ich erhalten habe seit ich diese Webseite laufe:

1 Ich weiss nicht mehr, was ich tun soll. Ich bin 29 Jahre alt, gesund, normaler Blutdruck, fit und relativ (so glaube ich) stressfrei. Trotzdem, wenn meine Frau und ich miteinander schlafen - was wir recht oft tun - kann ich noch so lange in ihre Vagina stossen, ich kann einfach nicht kommen. Manchmal erschöpfe ich mich so dabei, dass ich eine Pause machen muss. Glaub mir, das mag vielleicht phantastisch klingen ist es aber wirklich nicht. Ich kann einfach nicht kommen und meine Frau kränkt sich deswegen schon sehr, nicht weil sie nicht kommen kann (ich stelle immer sicher sie ist glücklich durch oralen Sex oder Masturbation), sondern weil sie sich drum sorgt, was für mich nicht stimmt. Und ich mache mir auch langsam Sorgen. Um ehrlich zu sein, ich war immer schon etwas langsam im Kommen, selbst in meinen Tagen im College, aber damals war es einfach kein Problem für mich….jetzt beginne ich zu denken ich bin eine sexuelle Anomalie, ein Freak, nicht zu sprechen davon, dass ich wirklich total gerne in ihrer Vagina kommen möchte und damit den sexuellen Akt wirklich wieder vollständig geniessen will. Vielleicht wird es dich überrraschen zu hören, dass ich mit Masturbation immer relativ schnell kommen kann, so weiss ich dass mein Körper ok ist ….bitte hilf mir weiter!

2  Meine Frau und ich sind seit 8 Jahren verheiratet und wollen ein Kind. Allerdings komme ich nicht zum Orgasmus oder ejakuliere während Sex und das hilft natürlich gar nicht dabei. Ich bin sehr gesund, 31 Jahre alt, habe einen normalen Penis, und habe keine sexuellen oder andere Krankheiten. Auch meine Frau ist sehr gesund (30 Jahre alt), hat eine normale Vagina, und hat auch keine sexuellen oder andere Krankheiten. Ich kann kommen und ejakulieren, wenn ich masturbiere und so weiss ich, dass mein Körper normal funktionieren kann. Wenn ich masturbiere, erreiche ich einen Orgasmus ungefähr zwischen 10 bis 30 Minuten später. Meine Frau und ich haben guten Sex zusammen, durchschnittlich 2-3 mal pro Woche und sie hat multiple Orgasmen. Sie ist sehr schön und sehr erotisch. Ich liebe es mit ihr zu schlafen, aber nach 30 -45 Minuten anhaltendem Geschlechtsverkehr, kann ich einfach keine Ejakulation fühlen und manchmal schwindle ich und mache ihr was vor (indem ich meinen Körper und meine Stimme verwende), weil ich erschöpft bin. Meine Frau scheint den Unterschied nicht zu bemerken. Um ehrlich zu sein, mein ganzes Leben lang mit all meinen sexuellen Partnerinnen vor meiner Frau, hatte ich Probleme damit während dem Sex einen Orgasmus zu erreichen. Ich habe ein wenig mit ihr drüber gesprochen, aber sie glaubt mir die Tatsache nicht, dass ich überhaupt nie ejakuliere.

Ich kann es nicht ausstehen ihr was vorzulügen und ich möchte wirklich ein Kind mit ihr zusammen haben. Kann es sein, dass ich mich in meinen frühen Jahren dazu konditioniert habe, bevor ich meine Frau traf, als ich ungeschützten Sex mit anderen Frauen hatte (Gottseidank habe ich nie irgendwas bekommen!), dass ich aus Angst, dass ich diese Frauen schwängern könnte, mein Hirn es nun meinem Körper nicht erlaubt zu kommen? Hat Masturbation damit was zu tun? Ich habe es  drei Wochen ohne Masturbieren ausgehalten und das hatte keine Auswirkung auf mein Problem. Es fühlte sich so an als würde ich meinem Ziel schon recht nahe kommen während Sex am Ende dieser Zeitspanne, aber es passierte noch immer nichts. Ich gab schliesslich nach und masturbierte wieder. Habe ich es damit runiert? Sollte ich mich der Masturbation total enthalten und einfach darauf warten, dass sich die Spannung ansammelt und dann auf das Beste hoffen während Sex? Ich glaube, dass dies alles völlig psychosomatisch ist? Stimmst du mir da zu? Verursachen meine Schuldgefühle das Problem? Wie denkt man während des Sex NICHT daran? Ein richtiger "wird es diesmal klappen" Gedanke ruiniert den ganzen Prozess während des Sex sofort.

3 Hilfe! Ich habe ein Problem mit Sex, dass so seltsam ist, dass ich noch nie vorher davon gehört habe. Ich weiss sonst niemanden an den ich mich damit wenden könnte. Ich hoffe sehr, dass du mir ein paar Ratschläge geben kannst. Ich begann zu masturbieren als ich 11 Jahre alt war. Allerdings unterscheidet sich meine Methode von der anderer Männer. Ich nehme ein Kissen zwischen meine Oberschenkel und lege mich auf meine rechte Seite. Mein Penis liegt dann zwichen meinem Bauch und dem Kissen. Ich kann zum Orgasmus kommen indem ich meinen Penis gegen das Kissen stosse. Das seltsame ist, dass diese Methode nur funktioniert, wenn ich auf meiner rechten Seite liege. Nichts passiert, wenn ich auf meiner linken Seite liegen würde. Das Problem ist, dass ich keinen Orgasmus erreichen kann mit der 'typischen' Masturbationsmethode. Mit meiner Hand kann ich nicht dieselbe Stimulation erreichen wie mit dem Kissen. Aussderdem kann ich keinen Orgasmus erreichen während oralen Sex oder normaler sexueller Aktivität. Es ist einfach nicht genug Stimulation. Die einzige Art auf die ich einen Orgasmus erreichen kann ist, wenn ich auf meiner rechten Seite liege und ein Kissen verwende. Meine Frau und ich denken dran Kinder zu haben. Dass ich nicht dazu fähig bin während normalen Sex zu orgasmieren wird zu einem grossen Problem. Zusärzlich glaubt sie, dass es ihre Schuld ist, wenn ich während des Sex keinen Orgasmus erreichen kann. Ich habe ihr wiederholt gesagt, dass es mein Problem ist und nicht ihres.

4 Ich habe ein sehr schlimmes Problem. Ich habe den wundervollsten Mann getroffen. Wir sind beide 47 Jahre alt. Wir leben in verschiedenen Provinzen und haben ein wundervolles Leben zusammen begonnen und werden bald heiraten. Das Problem ist, dass er so weit weg lebt, dass er für lange Zeit über alleine war, bevor er mich getroffen hat. Er hat über viele Jahre hinweg ungefähr 4 bis 6 mal pro Woche masturbiert. Jetzt da wir zusammen sind, hatten wir sexuelle Erfahrungen zusammen, aber wir können nie lange zusammen sein, da er wieder nach Hause fahren muss. Wenn wir zusammen sind, wird er sehr erregt, aber es gab Zeiten, wo er fast einen Orgasmus bekam und dann nicht konnte. Dann verliert er seine Erektion , selbst wenn er in mir ist. Manchmal kann er kommen, manchmal nicht. Manchmal, wenn er seine Erektion verliert kommt sie zurück, manchmal nicht. Ich fühle mich verletzt, obwohl er sagt ich errege ihn. Was ist das Problem? Ist es, weil er so lange alleine war, und er sich nur durch Masturbation zum Höhepunkt bringen kann? Wir haben beschlossen, dass er das Masturbieren aufgeben muss, wenn er alleine ist, damit er sich an mich gewöhnen kann. Ich möchte diesen Mann heiraten, aber dieses Problem stellt sich zwischen uns. Wenn er mit mir kommt, dann ist das harte Arbeit, damit er zu diesem Punkt kommt. Bitte hilf uns damit, bevor es zu spät ist.

Ich denke, dass die Unfähigkeit während des Sex zu einem Orgasmus zu kommen oder zu ejakulieren eines der am Wenigsten erkannten Probleme von Männern ist. Und das ist nicht überraschend. Wir glauben, männliche Probleme mit Sex kommen daher entweder weil wir zu früh kommen, worüber ich weiter unten spreche, oder der Mann kann überhaupt keine Erektion bekommen. Aber erregt zu sein, und sich ewig in der Vagina bewegen zu können ohne zu kommen, oder die wundervolle Erfahrung von oralem Sex von einer Frau, die dich liebt, erfahren zu können ohne zu kommen? Tja, das ist ein Problem, dass wohl viele Männer nicht verstehen können.

Und trotzdem ist es, so glaube ich, nicht selten. Warum kommt es also vor?

Es gibt eine ganze Bandbreite an Schwierigkeitsgraden mit Ejakulation, genauso wie mit anderen sexuellen Problemen: Einige Männer können nur in sehr bestimmten und manchmal ungewöhnlichen Situationen kommen. Zum Beispiel, ein Mann erzählte mir er konnte nur ejakulieren wenn dominiert bei einer Frau mit hohen Ansätzen die drohte ihn zu schlagen: Diese eher traurige Geschichte schien von seiner eher unterdrückenden und doch sehr sexualisierten Beziehung seiner Mutter mit ihm zu stammen. Einige Männer können ejakulieren ohne die Empfindungen des Orgasmus zu erleben (auch ein eher überraschend häufiges Problem). Manche Männer haben einen Ograsmus, aber ejakulieren nicht. Andere können einfach überhaupt nicht kommen. Und natürlich stellt sich damit die Frage, ob all diese Probleme miteinander verwandt sind, oder ob sie verschiedenen Ursachen haben.

Wie ich auf auf der Erregungs und Ejakulationsseite dieser Site erkläre, ist die Ejakulation ein ein Prozess mit 2 Phasen. Der erste Schritt nennt sich Emission: Dies ist der Moment der Erfahrung, dass es kein zurück gibt, wenn alles möglich wird, und ein Mann selbst dann noch kommen würde - ich glaube ich habe es so ausgedrückt, dass selbst wenn seine Mutter, sein Pfarrer und seine Ex-Freundin zusammen in den Raum kommen würden, er selbst dann noch kommen würde, obwohl dadurch vielleicht etwas an Freude verloren gehen würde! Technisch gesehen, ist Emission der Zeitpunkt an dem die Vesikel in den Hoden ihren Inhalt in den Ejakulationstrakt entleeren (siehe die Seite über die Hoden, falls du wissen möchtest, was diese Teile wirklich genau tun): Danach ist eine Ejakulation unsausweichlich und die nächste Phase, die sich Expulsion nennt, besteht aus kräftigen Muskelkontraktionen, die die Samenflüssigkeit in die weite Welt ausserhalb des Penises ausstossen.

Natürlich, wenn entweder eine oder beide dieser Reaktionen gestört sind, dann geht die ganze Sache schief. Emission ohne Expulsion führt zu einigen Tröpfeln an Samenflüssigkeit  ohne sehr viel emotionalen oder physischen Empfindungen. Expulsion ohne Emission wiederum beinhaltet die kräftigen Muskelkontraktionen, und damit einige der normalen Empfindungen eines Orgasmuses, aber keinen Ausstoss an Samenflüssigkeit. Warum geht eine oder beide dieser Reaktionen nun schief? 

Zuerst einmal ist da die Sache mit dem Altern - es ist eine traurige aber unausweichliche Tatsache, dass, als ein Mann älter wird, es schwieriger wird zum Orgasmus zu kommen. Dies kommt teilweise von den fallenden Testosteronwerten, und teilweise von einer geringeren Empfindlichkeit seines Körpers zu Testosteron. Es mag zu einer Erniedrigung der Intensität der Erregung kommen, weil er einfach so an seine Langzeitpartnerin gewöhnt ist. Du weisst schon was ich meine, es ist nicht so als wäre die Partnerin nicht mehr erregend, aber es vergleicht sich wirklich nichts zu dem ersten Liebesrausch um einen Mann zu erregen. Zusätzlich, wenn er zum Orgasmus kommt, kann es sein, dass es einfach weniger wert zu sein scheint, weil die Muskeln weniger Spannkraft besitzen, dadurch die Kraft der Ejakulation abnimmt, und das dadurch entstehende Lustgefühl auch geringer ist. Zusätzlich, falls ein Mann weniger Samenflüssigkeit ejakuliert, vielleicht auf Grund einer Operation an der Prostata, wird auch dies die Intensität seines Orgasmuses veringern.

Es gibt viele Dinge, die schiefgehen können. Jede Verletzung des Zentralnervensystems, oder Schädigung durch chirurgische Eingriffe wegen Prostataproblemen, oder jede andere Operation in der Region der Genitalien, kann die Nerven beeinträchtigen, die die sexuellen Reaktionen eines Mannes weiterleiten und dadurch die Ursache für ejakulatorische Schwierigkeiten werden. Diabetis ist eine häufige Ursache, durch eine Verschlechterung der Nerven durch die Zuckerkrankheit. Drogen können auch ein Problem sein, ob nun verschriebene Medikamente, besonders solche, die gegen Depression und Angstgefühle verschrieben werden, wie auch andere Dorgen oder Medikamente, die aus persönlichen Gründen genommen werden. Viele Schmerzstiller wetteifern mit Testosteron um die Testosteronrezeptoren in den Geweben eines Mannes und verursachen damit eine Erniedrigung der sexuellen Erregbarkeit. Und Medikamente, die zur Veringerung des Cholesterolspiegels oder gegen zu hohen Blutdruck verschrieben werden, können den Sextrieb eines Mannes beeinflussen. Insgesamt ist die männliche Sexualität ein sehr zerbrechliches Ding. Die ersten paar Fragen, die man stellen sollte, wenn ein Mann Probleme mit Sex hat, sind über Diabetis, Einnahme von Drogen oder Medikamenten, oder Alkohol, und Verletzungen. Falls keines dieser Dinge relevant ist, kann es sich um eine emotionale Komponente handeln. Wie auch immer, man kann in jedem Fall was unternehmen, falls es also im Moment nicht so rosig aussieht, verzweifle nicht ganz!

Physische Ursachen von Schwierigkeiten mit der Ejakulation

Diabetis

Multiple Sklerose

Verletzung des Rückenmarks

Sympathectomie

Tabes dorsalis

Protocolectomie

Schlaganfall

Cystectomie

Chirurgie an der Aorta

Medikamente, die eine Erektion oder Ejakulation stören können

Blutdruckmedikamente: Beta Blocker, Verapamil (Calan), Resperine (Hydropes), Clonidine (Catapres), Methyldopa (Aldomet)

Diuretika: Thiazides, Spironolactone (Aldactone), Hydralazine

Antidepressiva: Prozac, Lithium, MOA's, Tricyclics

Medikamente für den Magen: Tagamet und Zantaz, und andere Medikamente, welche Cimetidine und Ranitidine oder verwandte Stoffe enthalten

Anticholestol Medikamente

Antipsychotische Medikamente: Chlorpromazine (Thorazine), Pimozide (Orap), Thiothixine (Navane), Thiordazine (Mellaril), Sulpiride, Haloperidol (Haldol), Fluphenazine (Modecate, Prolixin)

Herzmedikamente: Clofibrate (Atromid), Gemfibrozil, Diagoxin

Hormone: Östrogen, Progesterone, Proscar, Casodex, Eulexin, Corticosteroids

Antogonisten gegen Gonadotropin: Zoladex and Lupron

Cytotoxische Medikamente: Cyclophosphamide, Methotrexate, Roferon

Non-steroid Antientzündungsmedikamente

Andere: Alprazolam, Amoxapine, Chlordiazepoxide, Sertraline, Paroxetine, Clomipramine, Fluvoxamine, Fluoxetine, Imipramine, Doxepine, Desipramine, Clorprothixine, Bethanidine, Naproxen, Nortriptyline, Thioridazine, Tranylcypromine, Venlafaxine, Citalopram

Basiert auf: Beyond Viagra by Alfred  Newman, MD, publiziert bei Starhill Press, Alabama, 1999. Und Principles and Practice of Sex Therapy bei Sandra Lieblum, the Guilford Press, New York, 2000.

Finde mit dem Beibacktext heraus, ob ein Medikament für dich der Schuldige ist (allerdings könnte es noch immer schuld sein, selbst wenn es am Beibacktext nichts darüber aussagt).

Und einige andere: Alkohol, Ampethamine, Metoclopramide, Opiate, Antikonvulsants, Kokain….ich bin sicher, du hast die Idee jetzt.

Die emotionale Komponente

Und was wenn keine der oben genannten Ursachen relevant erscheint? Den Leserbriefen weiter oben war ja klar zu entnehmen, dass keine physischen Probleme vorlagen…so müssen wir uns vielleicht langsam die emotionale Komponente von sexuellen Problemen anschauen, oder wie ein Mann es gelernt hat auf sexuelle Situationen zu reagieren. Mit anderen Worten, wie sein Körper und Geist konditioniert worden sind. Während ich diese Probleme bespreche, möchte ich erstmal Ogrammus und Ejakulation als untrennbar verbunden ansehen, und der eine geschieht nicht ohne die andere. Dies ist strenggenommen nicht wahr für Männer denn Orgasmus und Ejakulation können auch getrennt vorkommen, was uns zum tantrischen Sex bringt, aber als Arbeitshypothese ist es ok die beiden zusammenzuwerfen, da die Probleme, die wir hier besprechen in diesem Anschnitt mit einer Unfähigkeit eines Orgasmuses und Ejakulation zusammenhängen und da die Männer die sich diesem Problem gegenüber stehen, wohl lieber eine einfache Lösung haben wollen. Sie möchten eine Lösung, die ihnen helfen wird Sex mit einem Orgasmus oder einer Ejakulation zu geniessen.

Ein wichtiger Punkt , wenn wir über die Unfägihkeit einen Orgasmus zu erlangen (medizinisch heisst das Anorgasmia) reden, ist, dass eine Ejakulation nicht ein automatischer Reflex darauf ist sich in einer Vagina hin und her zu bewegen. Oder, besser es muss keine automatische Reaktion sein: Orgasmus und Ejakulation können unter eine bewusste Kontrolle gebracht werden. Lass mich das erklären. Wie ich schon im Teil über vorzeitige Ejakulation beschrieben habe, sind die ersten sexuellen Erfahrungen für Männer meist recht simpel: Sie bekommen eine Erektion, bringen sie in die Vagina ihrer Freundin, wo sie entweder gleich ejakulieren oder vielleicht für eine Minute oder so pumpen bevor sie kommen, ob sie nun wollen oder nicht! Ich glaube, dass viele von uns annehmen, dass dies die normale Vorgangsweise ist beim Sex. Falls dem so ist, musst du dich aber fragen, warum einige Männer eine halbe oder volle Stunde lang pumpen können und dann beschliessen zu ejakluieren wann sie wollen? Die Antwort ist, dass sie bewusste Kontrolle über den Ejakulationsreflex haben, und sie können wortwörtlich beschliessen, wann sie 'loslassen' wollen und kommen. Und falls Ejakulation ein bewusst kontrollierbarer Prozess ist, ist es kein grosser Sprung anzunehmen, dass, wenn ein Mann  nicht fähig ist zu kommen, wenn es keine physischen Probleme gibt um ihn zu stoppen, dass er sich selbst davon abhält, bewusst oder unbewusst, zu kommen.

Es ist mir klar, dass dies wohl eher eine unbeliebte Schlussfolgerung ist. Es scheint immer leichter zu sein sich mit physischen als mit emotionalen Problemen auseinanderzusetzen. Viele komplizierte psychische Vorgänge, welche vielleicht so unterdrückt sind, dass sie völlig unbewusst sind, können dazu beitragen, dass ein Mann nicht ejakulieren kann. Zum Beispiel, Angst ist oft ein grosser Faktor …Angst die Frau nicht befriedigen zu können (Tja, die Arroganz der männlichen Psyche! Als ob die sexuelle Befriedigung der Frau völlig vom Mann abhängig wäre!), Angst nicht den eigenen Erwartungen zu entsprechen, Angst zu früh zu kommen, Angst, dass sie ihn verlassen wird, und so weiter. Du wirst leicht viele mehr anführen können. Eine weitere häufige Ursache ist Ärger, wenn ambivalente Gefühle zur Partnerin in der Beziehung bestehen. Zum Beispiel, wenn Hass und Liebe zusammen die Gefühle in einer Partnerschaft ausmachen. Aber was hat das mit dem Mann zu tun, der seinen Orgasmus nur auf eine bestimmt Art erlangen konnte? Ich hoffe auch das wird klarer, wenn wir weitergehen.

Das Erreichen eines normalen Ograsmuses und Ejakulation

Der seltsamste Aspekt an vielen dieser Geschichten ist, dass die betroffenen Männer oft dazu übergegangen sind einen Orgasmus vorzutäuschen um aus ihren Schwierigkeiten herauszukommen. In vielen Fällen wird ein Mann ein Kondom verwenden, sodass das Fehlen der zurückfliessenden Samenflüssigkeit (siehe Seite über Samenflüssigkeit aus der Vagina nach dem Geschlechtsverkehr) sie nicht verrät; in anderen Fällen scheint es so als wäre die Frau ein wenig naiv, sexuell gesehen, dass sie die Abwesenheit eines Ejakulats nicht bemerkt. Wie auch immer es bewerkstelligt wird, ein vorgetäuschter Orgasmus bringt ein weiteres destruktives Element in eine Beziehung, und verschlechtert die Kommunikation zwischen den beiden Partnern über dieses Thema noch weiter. Ich bin davon aber nicht überrrascht, da Männer oft annehmen dies ist ein Problem, dass sie selbst lösen müssen. Es gibt alle möglichen Annahmen über die männlichen Stärken und Schwächen hier: Viele Männer sehen es als ein Versagen, wenn sie keine Erektion bekommen können, munter drauf losstossen und dann auf Komando kommen können und sie sind nicht sehr mit der Idee angetan dieses 'Versagen' mit ihrer Parterin zu besprechen! Aber es bedeutet für einen Mann eine ungemeine Frustration keine Ejakulation erreichen zu können, und falls die Partnerin darüber herausfindet was so vorging, glauben sie vielleicht, dass sie ihr damit nicht vertrauen könnten oder sie sich verletzt fühlen würde, dass sie belogen worden ist.

Hier ist damit unser erster Beitrag zur Heilung - gute Kommunikation zwischen den Partnern. Es ist schon ein Kliche, aber trotzdem eine Tatsache, dass eine gute Beziehung auf guter Kommunikation basiert: Nicht nur über sexuelle Schwierigkeiten, sondern auch über allgemeine emotionale Themen. Falls ein Mann Probleme hat mit der Ejakulation, weil er verärgert ist über das Fehlen einer positiven Reaktion auf Sex von seiner Partnerin, oder weil er ihren unterdrückten Widerwillen gegenüber Sex spürt (was vielleicht damit zu tun hat, dass sie sich als Sexobjekt fühlt, oder vielleicht nicht genug respektiert), oder ihre Reaktion auf seine Unfähigkeit zu kommen, es kann einfach unglaublich schwierig sein über dieses Thema offen und ehrlich zu reden. Für einige von uns kommt das vielleicht daher, dass wir es nicht gewohnt sind über emotionale Sachen zu kommunizieren, wieder andere scheinen einen tief verwurzelten Widerwillen gegenüber offenen Gesprächen zu haben, weil sie es als unmännlich oder schwach ansehen. Andere Männer befürchten, dass sie die Partnerin verletzen könnten falls sie ehrlich wären, oder glauben, dass sie verärgert sein würde, weil sie annehmen würde, er würde sie für das Problem verantwortlich machen. Es gibt keinen einfachen Weg zu emotionaler Offenheit, besonders dann nicht, wenn du es niemals gelernt hast als Erwachsener über deine Gefühle offen zu reden. Therapie wird hier oft vorgeschlagen und ist besonders dann angesagt, wenn du das Glück haben solltest einen guten, kompetenten und sensitiven Therapeuten oder Therapeutin zu finden zwischen viel zu vielen Scharlatanen. Leider nehmen nicht alle Männer diese Möglichkeit war, oder erst dann, wenn das gesamte Bestehen der Beziehung gefährdet erscheint. Vielleicht eine der weniger ängstigenden Möglichkeiten für einen emotional eher abgeschlossenen Mann wäre es, ein Buch darüber zu lesen, und ich werde weiter unten ein paar hilfreiche empfehlen.

Vielleicht einer der häufigsten psychologischen Gründe dafür, dass ein Mann nicht ejakulieren kann während des Sex, ist, dass er mit dem Gleichgewicht der Macht rund um Sex in der Beziehung nicht klarkommt. Viele Männer und Frauen hängen noch immer an dem alten Glauben, und dies vielleicht nur unbewusst, dass der Mann beim Sex führen muss, oder dass die Frau sexuell weniger interessiert ist als der Mann, und dass ihr Orgasmus etwas ist, dass er ihr geben muss - und daraus lässt sich natürlich ableiten, dass, wenn er ihr keinen Orgasmus geben kann, er als Liebhaber versagt hat, vielleicht sogar als Mann versagt hat. Männer machen sich auch selbst unheimlich viel Druck und sehen sich als 'Sexmaschine', bereit, willig und fähig zu jeder Zeit…aber die Wahrheit ist natürlich, dass das männliche Verlangen genauso delikat sein kann wie das weibliche, und dass es nicht immer und zu jeder Zeit vorhanden ist, und nicht gegenüber allen Frauen, zu jeder Zeit. Aber wenn ein Mann nicht emotional ausgereift ist und er in einer liebenden Langzeitbeziehung ist, mag es ihm schwerfallen seine Zweifel auszudrücken, oder die Tatsache, dass er vielleicht nur ein wenig kuscheln will anstatt mit ihr zu schlafen, oder dass es ihn ärgert, dass er beim Sex immer führen soll. Und dies nimmt erst mal an, dass es sonst keine schwelenden Konflikte gibt in der Beziehung gibt. Und dieser Ärger kann jede Form annehmen und viele Ursachen haben. In einem Fall war Ärger die Ursache, dass ein Mann nicht ejakulieren konnte, aber es dauerte ein wenig bis er herausfand, dass es ihn ärgerte, dass sie erfolgreicher war in ihrem Job als er in seinem. Sie verbrachte sehr viel Zeit in der Arbeit und er beschwerte sich darüber, dass sie nur dann zusammen waren, wenn sie miteinander schliefen. Es erscheint fast so als wäre seine Nicht-Ejakulation fast ein Versuch sie länger bei sich zu behalten..oder sie vielleicht dafür zu bestrafen, dass sie nicht mehr Zeit mit ihm verbrachte. In machen Fällen von Problem mit dem Orgasmus kann es sein, dass es in der Beziehung Ärger, Widerwillen oder andere ambivalente Gefühle gibt.

Unfähigkeit mit einer Partnerin/Partner zu ejakulieren - "Partneranorgasmia"

Dieser Begriff wird vom Sextherapeuten Bernard Apfelbaum verwendet, wenn ein Mann eine Erektion bekommen kann, die hart genug ist um eingeführt zu werden, dann aber nicht kommen kann. Wenn ein Mann während des Sex nicht kommen kann, dann kann dies ein Problem mit allen Partnerinnen sein oder nur mit einer bestimmten Partnerin oder Partner, was sich dann "Partner-spezifische Anorgasmia" nennt. Eine weitere erstaunliche Tatsache ist die, dass Männer, die unter Anorgasmia leiden, oft sehr lang anhaltende Erektionen besitzen, und dass selbst wenn sie zugeben, dass sie mit der Person verärgert sind oder ihre Partnerin sie nicht wirklich erregt, sie doch sehr kraftvollen und langanhaltenden Verkehr haben, sodass die weibliche Partnerin oft Zeit für multiple Orgasmen hat. Was, mag man sich fragen, geht da vor sich? Tja, falls das Problem Partner-spezifisch ist und ein Mann normalen Verkehr mit einer anderen Partnerin haben kann, dann erscheint die Ursache für die ausbleibende Ejakulation ein Beziehungsproblem zu sein. Im Gegensatz dazu, wenn ein Mann keinen Orgasmus mit allen Frauen bekommen kann, obwohl er eine Erektion erlebt und durch Masturbation ejakulieren kann, dann muss er wohl seine Einstellung zu Sex und vielleicht die zu Frauen genauer betrachten. Und seine Beziehung mag auch nicht unbedingt die beste sein.

Für viele Männer, die dies lesen, mögen die nächsten paar Sätze eher schwierig zu akzeptieren sein. Wir Männer haben oft Probleme damit unsere Gefühle auszudrücken, und meine Arbeit im Bereich der Therapie hat mir immer und immer wieder gezeigt, dass viele Leute ihre Emotionen noch nicht einmal richtig identifizieren können: Das heisst, sie können ihre emotionalen Erfahrungen keinen Namen geben. Dies mag bedeuten, dass selbst wenn man die Wahrheit in der folgenden Aussage sehen kann, man doch keine Verbindung zu sich selbst sehen kann. Denk über die folgende Aussage nach und schau ob sie mit dir resoniert. Hier kommts: Nach Apfelbaum ist eine Partner-spezifische Anorgasmia (zumindestens manchmal) ein Zeichen dafür, dass ein Mann seine Partnerin entweder nicht mag, eine Abneigung gegenüber ihr hat, oder ihr sogar feindlich gesinnt ist und sie emotional ablehnt, oder dass er sie nicht schwängern will, oder dass er ihr die Freude versagen will, dass sie ihn beim Sex einen Höhepunkt erleben sieht. Die konventionelle Ansicht ist die, dass diese Männer dysfunktional sind (was wirklich heisst, mehr oder weniger, unzulänglich oder fehlerhaft - meine Interpretation). Er sagt, sie werden dazu angehalten, zu denken dass sie die Erwartungen ihrer Frauen erfüllen sollten was auch immer der Grund dafür ist, dass sie nicht kommen können, und dass sie freigebiger sein sollen - selbst zu dem Ausmass, mal angenommen, dass sie ihren Samen zu ihrer Frau geben sollen, selbst wenn sie das offensichtlich nicht wollen…

Darüber hinaus, erscheinen diese Männer oft in einer Position, wo sie sich dazu gezwungen sehen zu versuchen ihre Partnerin zu befriedigen, selbst wenn sie deren Gegenwart oder Berührung nicht als sexy oder stimulierend empfinden. Apfelbaum fasst es so zusammen: "In all meinen Fällen erscheint die ausbleibende Ejakulation das klassisches Beispiel eines Partners zu sein, der selbst nicht nehmen kann, nicht selbstsüchtig sein kann, oder…nicht verantwortlich sein kann für die eigene Befriedigung. Nur wenn er alleine ist, kann er seine eigenen Empfindungen geniessen, ohne sich über die Befriedigung der Partnerin zu sorgen..Er ist das Arbeitstier beim Sex…der die Artbeit von 10 Männern leistet." Damit muss man ja auch kaum betonen, dass, wenn dies wahr ist, auch sehr viel versteckter Ärger und Schuldgefühle in der Beziehung vorhanden sein werden. Und ein Mann, der sich darüber schuldig fühlt, dass er keinen Orgasmus erleben kann, verhält sich so als ob sein Orgasmus nur dazu da wäre die Bedürfnisse seiner Frau zu erfüllen und nicht seine eigenen.

Es scheint ein häufiger Glaube der Männer mit Anorgasmia, aber auch deren Therapeuten zu sein, dass die Männer ihre Erektion länger beibehalten, weil sie nicht durch einen Orgasmus oder Ejakulation erleichtert wird. Aber Apfelbaum schreibt, dass es fast so erscheint, als wäre die Erektion dieser Männer automatisch, unabhängig davon ob sie wirklich Sex wollten oder nicht, und der Mann fühlt sich dazu gezwungen sie zu gebrauchen, selbst wenn er nicht erregt ist. Apfelbaum schlägt vor, dass diese Männer selbst dann eine Erektion erreichen können, wenn ihr Verlangen für die Partnerin nur sehr niedrig ist. So niedrig vielleicht, dass andere Männer gar keine Erektion bekommen würden. Er unterstreicht diese Tatsache damit, dass Männer mit Anorgasmia oft ihren Penis als unempfindlich oder taub erfahren, welcher nicht die Empfindung einer sich langsam steigenden Erregung produziert, welche für das Erleben eines Orgasmuses notwenig ist, mit anderen Worten, sie sind nicht erregt und ihr Verlangen ist gering. Allerdings, wenn sie masturbieren können Männer in dieser Situation ihren Penis als empfindlich erfahren und es geniessen, wenn sie sich selbst berühren und damit die sich steigernde Empfindung eines Orgasmuses erleben.

Autosexualität

Einer der seltsamen Aspekte der Partner-spezifischen Anorgasmia oder ausbleibenden Ejakulation ist, dass der betroffene Mann sich selbst erfolgreich zum Orgasmus masturbieren kann. Wenn genauer befragt, sagen viele dieser Männer, dass sie wirklich Masturbation mit der eigenen Hand zu Partnersex bevorzugen. (Es mag noch viel mehr Männer geben, meint Apfelbaum, die lieber einer Sexualpartnerin überhaupt aus dem Weg gehen und deshalb niemals mit Anorgasmia während des Geschlechtsverkehres identifiziert werden.) Vielleicht kommt dies daher, dass ein Mann seine eigenen Berühungen, Sexualität und Orgasmus nur dann wirklich geniessen kann, wenn er frei ist von der Notwendigkeit seine Partnerin zu befriedigen. Ungefähr 35% der Männer, die für Anorgasmia behandelt werden meinen, dass sie ihre eigenen Berührungen lieber haben, denn "letztlich, wer würde es besser machen können als ich…ich habe ein Leben lang Übung damit!". Apfelbaum meint ausserdem, dass Männer, die so denken, sich auch sehr schuldig fühlen können, weil sie ihre eigenen Berührungen denen einer Partnerin bevorzugen. Dies mag zu einem Teufelskreis führen in dem sie versuchen die Partnerin noch mehr zu erfreuen, und die Tatsache, dass sie das tun "müssen" gleichzeitig ablehnen. Aber es erscheint mir doch so, dass es nicht grundsätzlich falsch ist, wenn man Sex mit sich selbst mehr geniesst als Sex mit einer Partnerin oder Partner

Die "normale" Behandlungsmethode

Das Ziel der "normalen" Behandlungsmethode, womit ich damit die traditionelle meine, für dieses Problem ist eine progressive Desensitivierung - ein Ausdruck der bedeutet, dass der Mann langsam näher und näher zu einer Vagina gebracht wird, wenn er in einem erregten Zustand ist (im Gegnsatz zu einfach nur eine harte Erektion haben, welche, wie oben erwähnt nicht unbeding mit sexueller Erregung einher gehen muss), bis schliesslich sein Widerstand zur Ejakulation in der Vagina desensitiviert wird und er normal kommen kann. Praktisch gesehen heisst dass, das man mit einer Situation beginnt in der der Mann mit einer ausbleibenden Ejakulation wirklich kommen kann, und dann drum herum die Therapie formt.

Stell dir vor, besagter Mann kann durch Masturbation ejakulieren, wenn er über Sex mit einer anderen Frau, real oder vorgestellt, fantasiert. Der erste Schritt in der traditionellen Therapiemethode ist es, dass der Mann seine Masturbation und seine Phantasien mit seiner Partnerin bespricht. Der nächste Schritt besagt, dass der Mann alleine masturbieren soll, während seine Partnerin irgendwo in der Nähe ist - also er masturbiert im Schlafzimmer, während sie zum Beispiel im Wohnzimmer sitzt. Vorausgesetzt, dass er das tun kann, einige Tage später, soll er masturbieren während seine Frau schon etwas näher ist, vielleicht im Raum nebenan. Dieser Prozess der Desensitivierung sollte ihn dazu ermöglichen, dass er durch Masturbation ejakulieren kann während seine Partnerin neben ihm ist, zB.: im Bett. Wenn er dies in ihrer Gegenwart tun kann, verlangt es der Fortschritt der Therapie, dass sie ihn zum Orgasmus masturbiert - aber wiederum ist dieser Prozess ein langsamer und gradueller, am Anfang mag sie ihn nur berühren, nachdem er den Punkt der Emission erreicht hat (Der Moment wo ein Mann weiss, dass er kommen wird, und nichts mehr dagegen unternehmen kann um es zu verhindern).

Dies bedeutet, dass der Mann sich selbst masturbiert zu einem hohen Punkt in seinem sexuellen Erregungszyklus, und dann seiner Frau sagt, dass sie übernehmen soll und die Sache zu einem erfolgreichen Ende bringen soll, vielleicht am Anfang damit, dass sie ihre Hand über seine legt während er sich zum Orgasmus bringt. Sein Wiederstand sollte, so geht die Logik, nicht standhalten können - er muss einfach ejakulieren! Danach kann sie total übernehmen am Punkt der Emission. Nachdem er mit ihrer Hilfe auf diese Art und Weise ejakulieren kann, ist es ihr Job ihn langsam über längere Abschnitte hin zu masturbieren, bis er endlich erfolgreich kommen kann wenn sie ihn masturbiert. Er könnte dabei offen seine Fantasie ausdrücken, wenn ihm das hilft mit seiner Frau zu kommen, oder er kann sie auch für sich behalten während sie ihn masturbiert.

Die nächste Phase in der Behandlung ist es für den Mann zu lernen (oder wieder zu erlernen) näher und näher bei der Vagina seiner Partnerin zu ejakulieren. Es ist ihm nicht erlaubt alleine zu masturbieren, er darf es nur dann tun, wenn seine Partnerin anwesend ist. Sie muss ihn zum Orgasmus masturbieren während er nahe ihrer vaginalen Öffnung ist, und wenn er dies tun kann, kann das Paar an einem Orgasmus durch einer Kombination von Masturbation und vaginalem Stossen arbeiten. Am Anfang kann er in sie eindringen, wenn er schon sehr nahe an seinem Orgasmus ist, wahrscheinlich am Punkt der Emission wenn das Paar schnell genug ist, damit ihm auch hier wiederum nicht wirklich eine andere Wahl bleibt - er muss in die Vagina ejakulieren. Die normale Empfehlung ist es, dass der Mann am Rücken liegen sollte mit seiner Partnerin rittlings auf ihm während sie ihn masturbiert - dann wenn er meint er kommt gleich, kann sie schnell seinen Penis einführen und er kommt in ihr. Das Ziel der Therapie ist es, die Perioden des vaginalen Kontakts zu verlängern, Stück für Stück, sodass die Frau ihn masturbiert und langsam seinen Penis immer früher in ihre Vagina einführt und er sich in ihr bewegt. Du Frau sollte in diesem Stadium weiterhin ihre Hand am Penis haben, damit für den Mann mehr Stimulation entsteht als durch alleinigen vaginalen Kontakt der Fall wäre. Dies sollte für ihn mehr Stimulation bringen und es wahrscheinlicher machen, dass er kommt.

Das Paar muss eine sexuelle Position finden bei der der Penis des Mannes auf eine bequeme Art weit genug herausrutschen kann, damit sie ihm mehr Reibung mit Hand und Fingern während des Stossens zukommen lassen kann. Eine Seite-an-Seite Position wird dazu oft empfohlen - hier kann die Frau auch ihre Beine geschlossen halten, wodurch für ihn die Reibung erhöht wird. Sie soll den Handkontakt beibehalten, wenn er sich nach jedem Stoss zurückzieht - sodass er wiederum, wenn er relativ nahe einem Orgasmus ist, wenn er in sie eindringt, er schliesslich einen Orgasmus erreichen kann durch eine Kombination von Hand und vaginalem Kontakt: Um es kurz zu sagen, letztlich sollte es ihm möglich sein in die Vagina zu ejakulieren nach einer länger und länger werdenden Periode von vaginalem Stossen.

Eine leichte Abwandlung davon wäre es, dass der Mann wiederum sich nahe zum Orgasmus masturbiert (oder sie ihn), dann das Paar eine kurze Phase der Penetration einlegt, bevor sie ihn oral und manuell masturbiert. Wenn seine Partnerin ihn damit bis kurz vor den Höhepunkt gebracht hat, sollte er wiederum sehr rasch in sie eindringen nach dem Punkt der Emission und in ihr kommen - wiederum sollte er erst in sie eindringen nach dem Zeitpunkt einer Emission, wenn eine Ejakulation stattfinden muss. Mal angenommen das Paar kommt mit den logistischen Problemen zurande - der Mann liegt am Rücken, und die Frau lässt sich auf seinen Penis herunter, kurz bevor er ejakuliert - dann wird er eine vaginale Ejakulation erleben, selbst wenn die Stimulation dafür nicht von einer vaginalen Penetration herstammt. Der nächste Schritt hier wäre es, dass der Mann die Periode in der sein Penis in der Partnerin verbleibt länger und länger werden lässt, bis ihn die vaginale Stimulierung alleine zum Höhepunkt bringt.

Der wichtigste Punkt dieser Behandlung, und warum diese Methode Erfolg hat oder nicht, ist die Intensität der Stimulierung des Mannes durch seine Partnerin, und seine Fähigkeit sein kritisches Denken abzuschalten und sich in seinen Fantasien zu verlieren. Je mehr Stimulation, desto besser meint die Logik und so wird es dem Mann oft empfohlen sich erotisches Material (Porno im Klartext) anzusehen um seine Erregung zu erhöhen. Und weiters wären auch alle andere Hilfen angebracht, die seine Erregung erhöhen würden, etwa dass seine Frau sich speziell anzieht, Sexspielzeug verwendet oder geile Sprache anwendet, oder was auch immer den Mann anmacht. Es wird dir aber wohl nicht entgangen sein, dass diese Methode es nicht erwähnt, dass wohl diverse Probleme in der Beziehung zuerst gelöst werden müssen, welche wohl ohnehin an der Basis des sexuellen Problems liegen werden.

Eine weitere Methode, die einem Mann mit diesem Problem, falls du es Problem nennen willst, vielleicht weiterhelfen kann ist eine einfache Technik um seine interne Selbstkritik zu veringern. Also, zum Beispiel, wenn ein Mann, der diese Behandlungsmethode verwendet, damit beginnt, kritisch über sich zu denken, oder sich fragt ob er dieses Mal einen guten Orgasmus haben wird während er pumpt, soll er sofort den Verkehr unterbrechen ohne einen Orgasmus zu haben und sich von der Partnerin zurückziehen, dabei nicht ejakulieren, auch nicht durch Masturbation. Dasselbe sollte wiederholt werden auch wenn er beim nächsten mal wieder zuviel nachdenkt. Damit ist es ihm mit einem Wort nur dann 'erlaubt' zu ejakulieren, wenn er nicht über den Prozess nachdenkt. Dadurch sollte sich langsam mehr Spannung aufbauen und der Mann davon abgehalten werden bewusst über den Prozess nachzudenken, wodurch dem Prozess nachgeholfen wird zu einem entspannten und fliessenden Orgasmus hin, ohne eine Beeinträchtigung durch bewusste Geedanken oder selbstkritische Ideen.

[Eine weitere Form der ausbleibenden Ejakulation - Emission aber keine Ejakulation]

In einigen Fällen - sehr seltenen Fällen - kann der Mann eine Erektion bekommen, den Geschlechtsverkehr geniessen, und fühlen, wenn er in die Emissionsphase der Ejakulation eintritt - der Teil, in dem die Samenflüssigkeit in die höheren Gänge des Penises ausgestossen wird. Danach aber bleibt die kraftvolle Ausstossphase der Ejakulation aus, der Teil des Ejakulationsreflexes, bei dem sich die Muskeln rund um den Penis kraftvoll kontrahieren und dadurch die Samenflüssigkeit ausgestossen wird, was auch zu den intensiven Lustgefühlen eines Orgasmuses führt. Die Sextherapeutin Helen Kaplan meint dazu, dass Männer, die sich dieser Herausforderung gegenüberstehen, oft zu selbstkritisch sind, und sich um ihre Leistungsfähigkeit sorgen. Die Behandlungsweise ist die gleiche wie für eine ausbleibende Ejakulation. (wie oben beschrieben). 

Die oben beschriebene konventionelle Behandlungsweise für eine ausbleibende Ejakulation erscheint ein wenig hart - zumindestens für den Penis des betroffenen Mannes. Die manuelle Stimulierung, welche ein essentieller Teil der Behandlung ist, ist oftmals sehr kraftvoll und agressiv, da diese Rauheit notwendig sein kann um den Ejakulationsreflex zu stimulieren. Und, wie ich schon weiter oben gemeint habe - selbst wenn es Probleme mit der Partnerin gibt, so fühlt sich oftmals der Mann, der nicht ejakulieren kann, als der Schuldige, obwohl es für ihn völlig angemessen sein könnte, dass er keinen Sex will, vielleicht weil er negative Gefühle gegenüber der Partnerin erlebt. Es kann somit sein, dass wirklich eine Paartherapie angesagt ist, und nicht eine Sextherapie! Es ist allerdings auch eine seltsame Sache, dass diese Behandlungsart sogar manchmal hilft: Zumindestens kann es damit helfen, dass der Mann in die Vagina ejakulieren kann. Allerdings erscheint es mir so, als ob die Behandlung dann hier endet, als ob mit einer erfolgreichen Ejakulation in die Vagina die inhibierende Reaktion für immer unterbrochen wird, als ob eine vaginale Ejakulation den Bann brechen kann und er danach wieder völlig in Ordnung ist.

Diese Behandlungsweise wurde ausserdem dafür kritisiert, dass sie soviel von dem Mann verlangt - nämlich, dass er praktisch seinen Orgasmus ausliefert. Und dies wird von einem Mann verlangt, der möglicherweise schon vorher sexuelle Unsicherheiten hatte, weil er darüber verärgert ist, wieviel er seiner Partnerin geben muss, welche vielleicht in der ganzen Beziehung passiv und unselbstständig ist. Apfelbaum schreibt den folgenden Kommentar über Männer in dieser Situation: "…seine Erfahrung mit Sex ist die einer kontinuierlichen Forderung nach Leistung….aber er hat keine Möglichkeit sich selbst als benutzt zu erfahren. Stattdessen empfindet er manchmal Entrüstung und Hass für die Partnerin. Er mag ausserdem auch einen Ekel vor seinem eigenen Samen empfinden, was sich in der Angst die Partnerin damit zu beschmutzen ausdrückt. Ich sehe dies als ein Zeichen für seinen sexuell nicht angeregten Zustand. Menschen in sexuellen Situationen empfinden oft Ekel, wenn sie nicht erregt sind, welcher verschwindet wenn sie sexuell erregt sind." (Principles and Practice of Sex Therapy, ed., Sandra Leiblum, pub., The Guilford Press, 2000.)

Eine weitere Schwierigkeit besteht in der harten und intensiven Masturbation, welche notwenig sein kann um den Mann nahe den Punkt der Ejakulation zu bringen und es dann ausserdem von ihm noch verlangt wird seinen Penis in die Vagina einzubringen. Weiters mag diese Behandlungsmethode auch für die Partnerin sehr anstrengend sein, da sie vielleicht verärgert und frustriert darüber ist, dass ihr Partner nicht ejakulieren kann. Diese Anforderungen können vielleicht dadurch noch schwieriger zu erfüllen sein, da sie nur zu gut weiss, dass der Mann sie nicht erregend findet, eine Tatsache, die sie nur zu gut spüren wird, wenn sie zutrifft. Dies alles scheint nicht wirklich die beste Lösung für das vorliegende Problem zu sein…..

Ein neues Model für die Behandlung

Tja, zuerst einmal glaube ich dass es ist wert ist zu sagen, dass es normal und angebracht ist, wenn jemand Masturbation dem Geschlechtsverkehr vorzieht. Dies mag zwar nicht ideal sein, besonders dann nicht, wenn ein Paar sich ein Kind wünscht (obwohl es auch selbst dann eigentlich sein Gutes haben kann, da du dir nun schon denken kannst, dass es in Paaren mit Anorgasmia vielleicht unterschwellige Probleme gibt, die wohl auch durch die Ankunft eines Kindes nicht gelöst werden können), und es mag auch nicht das konventionelle Model sein, ist aber trotzdem völlig angebracht. Und es ist ausserdem wichtig zu akzeptieren, dass dein Orgasmus für dich da ist - und nicht fuer deine Partnerin. Ja, wirklich! Zuerst einmal ist es eher schwierig für jemand anders einen Orgasmus zu haben! Deine Partnerin hat ihren eigenen Orgasmus, den sie geniessen kann, und obwohl es sie vielleicht erfreut zu wissen, dass auch du kommst, so will ich doch hier das alte Sprichwort zitieren, dass wir sind alle allein sind im Moment des Orgasmuses. Es ist sicherlich nicht egozentrisch einen Orgasmus in einer Frau zu haben (mal angenommen natürlich, dass sie dem Verfahren zustimmt!). Und genauso wenig ist es falsch keinen Orgasmus in einer Frau haben zu wollen, oder keine Schwangerschaft zu wollen. 

Aber über diese Dinge muss man miteinander reden. Mal angenommen der männliche Partner kann darüber reden, dass es ihn ärgert, dass er beim Sex immer die harte Arbeit leisten muss, oder er die Ansprüche, die an ihn gestellt werden ablehnt? Mal angenommen die Frau findet einen Weg darüber zu reden, dass sie enttäuscht ist über zu wenig emotionale Intimität beim Sex, eine Intimität, die sie wirklich befriedigen würde? Nur durch Kommunikation in dieser Art kann ein Paar seine Verhaltensmuster ändern und sich den echten Gefühlen und einer authentischen sexuellen und emotionalen Energie annähern. Also, falls du Sex als langweilig, ekelig, oder mehr Arbeit als Spass empfindest, oder dich deine Partnerin nicht anmacht, mag es gut sein damit zu experimentieren, diese Dinge auch auszusprechen - in einer Art, die das Ego deiner Partnerin nicht verletzt, oder auch nicht, fals dir das nicht mehr wichtig ist, in welchem Fall die Beziehung wohl sowieso am Ende ist. Und natürlich muss es der Frau auch möglich sein ihre Beschwerden auszudrücken, da sie wohl auch ein verzerrtes oder fehlendes Verständnis für die Natur von Sex besitzt. Zum Beispiel, mag sie einfach nicht wissen, dass es den Mann ärgert, dass er alle Arbeit leisten muss, und sie wird wohl Sex in dieser Art und Weise nicht mehr wollen, sobald sie dies weiss.

Selbst wenn wir nun annehmen, dass es bei all dem hier um eine Aufstauung von unterdrücktem Ärger oder schlechter Kommunikation geht, besteht nun noch immer die Frage der physischen Therapie - womit ich meine, wie bekommst du nun deine volle sexuelle Funktionsfähigkeit wieder zurück? Dies ist natürlich die Millionen Gewinnfrage! Mal angenommen, du nimmst an, dass es nicht das Ziel von Sex ist in der Frau zu kommen, bevorzugterweise nachdem sie selbst einige überwältigende Orgasmen erlebt hat, sondern einfach nur einander nahe zu sein, sich miteinander intim zu fühlen und ihr gegenüber liebend und warm zu sein? Hört sich das wie eine seltsame Idee an? Ich nehme mal an es hört sich seltsam an. Ich bin mir der Aufregung in meinem Kopf bewusst, während ich dies schreibe, bei dem Gedanken nahe bei, auf oder in einer Frau zu sein, während sie seufzt mit den Freuden eines Orgasmuses (besonders eines solchen, den ich ihr 'gegeben habe'), und ich glaube dies demonstriert die Macht des konventionellen männlichen Denkens: Es ist nicht der Fall, dass ich den Gedanken an Umarmungen und einander Halten nicht als angenehm empfinde…es ist einfach nur so, dass meine Gedanken sehr leicht dazu abschweifen, dass ich ein guter sexueller Partner sein will, und dies ist erregender, oder irgendwie erscheint das mehr wie ein Mann 'sein sollte'. Was passiert nun aber wenn ich diese Dinge nicht will?

Was nun wenn du egoistisch sein willst? Was passiert, wenn ich einfach 'nein' sage zum Sex, oder einfach nur gehalten werden möchte? Kann ich das machen? Tja, ja ich kann das machen, aber das war ja auch erst mal nur eine rein rethorische Frage. Was ich wirklich damit meine ist: Kannst du das auch machen? Der Grund warum ich frage ist der, dass dies normalerweise der erste Schritt in dieser Art von Sextherapie ist - und damit sich von einem Focus auf Geschlechtsverkehr und Orgasmus wegzubewegen und stattdessen entspannt und bequem zusammen nackt im Bett zu liegen, ohne Konflikte oder sexuellen Leistungsdruck. Eine der Gründe warum diese Herangehensweise funktionieren kann, ist, dass es eine entspannte Situation darstellt, in dem der Penis des Mannes unter keinem Druck steht irgendetwas leisten zu müssen. Es ist wirklich egal, ob der Penis mitspielt oder nicht, da Ejakulation nicht das Ziel dieser Erfahrung ist, und selbige trotzdem der Frau sehr viel geben kann von dem was sie wirklich will, gemessen an den wiederholten Umfragen. Diese Dinge sind, wenn du dich fragst, liebende Berührungen, sanfte Umarmungen und Worte, viel Zeit, Würdigung ihrer Schöhnheit und femininen Eigenschaften, Sensualität, Behutsamkeit und eine emotionale Verbundenheit. Tja, Leute, nun mal erst keine Panik! Das alles ist einfacher als du glauben magst, und es gibt auch einige super Wege um dies zu tun, die auch dir Spass machen werden.

Sooooo…eine Herausforderung also? Und was wenn du eine Erektion bekommst und du selbige in sie einführen willst? Tja, ich glaube du weisst die Antwort darauf wohl schon: Du wirst endlos drauflos pumpen und nicht kommen, was dich noch kritischer über dich selbst denken lassen wird als vorher, deine Parterin wird sich vielleicht dafür die Schuld geben, oder dir die Schuld geben, oder verärgert sein, oder was auch immer der negative Ausgang sein wird! Die Tatsache ist die, dass du nicht wirklich ein Steinzeitmann bist, der eine Frau bei den Haaren in seine Höhle zieht  und dort über alle Massen beglückt. Du kannst auch neben ihr sein und deine Erektion nicht benützen. Du kannst dich von deinem eigenen Wunsch befreien sie glücklich zu machen, und deiner eigenen Wünsche und Bedürfnisse mehr bewusst werden - selbige sind ebenfalls ein legetimer Teil des Geschlechtsverkehres. Um es kurz zu sagen, hier geht es um Entspannung, nicht Leistungsfähigkeit. Allerdings frage ich mich hier, wieviele Männer wirklich wissen, was Entspannnung ist? Viele der Männer, die ich beraten habe, meinen, sie können sich nicht entspannen - dass sie dazu getrieben sind etwas zu leisten, immer was tun müssen, und ich nehme an, dies hat was mit dem enormen Leistungsdruck zu tun, den Männer bezüglich Sex auf sich ausüben, was auch die Erlangung eines erfüllenden Orgasmus und Ejakulation beinhaltet.

Entspannung ist das Loslassen von Spannungen - Zeitdruck, Leistungsdruck, der Druck etwas fertigzustellen. Entspannung bedeutet in der Gegenwart zu sein, sich dessen bewusst sein was vor sich geht in diesem Moment von Zeit und Raum in dem du dich befindest: Mit anderen Worten, im Kontext der sexuellen Freuden, sich nicht auf das Endresultat zu konzentrieren, sondern auf den Prozess selbst. Es geht hier auch mehr um Spass als ums Wetteifern, selbst wenn der Wettkampf mit dir selbst stattfindet, oder um es genauer zu sagen, mit deinen inneren Erwartungen. Und letztlich geht es auch darum, sich darin zu verlieren, was man tut - sich ganz dem sexuellen Prozess hinzugeben, nicht so als ob du davon entfernt bist und du deine eignene Leistungsfähigkeit beobachten kannst. Entspannung kann auch als ein Aufgeben all der Dinge gesehen werden, die dir ein Gefühl der Identität und ein Bewusstsein deines Platzes ind er Welt geben. Kannst du dich so deiner Sexualität hingeben? Dies mag für viele Männer sehr schwierig erscheinen, besonders für all jene, für die Kontrolle ein wichtiger Teil ihres Lebens ist. 

Der erste Schritt dazu ist es einen neuen Weg zu finden sexuell zu sein, und zu wissen, dass deine Partnerin oder Liebhaberin dieser Prozess auch voll unterstützen wird. Wenn sie nicht mit dir zusammen daran arbeiten wird, dann hast du ein weiteres Problem zu handen, da sie es akzeptieren muss, dass ein voller Geschlechtsverkehr kein Teil eures Liebeslebens sein mag über eine gewissen Zeit hinweg, während du den Fokus deiner Sexualität neu bestimmst.

Der nächste Schritt in diesem Prozess ist es zu verstehen und zu akzeptieren, dass dein gesamter Körper eine erogene Zone ist. Obwohl viel Männer wissen, dass eine Frau gerne an ihrem gesamten Körper berührt werden möchte, und nicht nur an ihren Brustwarzen, Brüsten und Vulva, so sind wir Männer doch weniger damit vertraut zu denken, dass auch Männer die Fähigkeit haben, durch Berührungen alleine erregt zu werden. Dies hat wohl sehr viel damit zu tun, wie wir als Knaben aufgezogen werden - daher wir lernen, dass eine männliche Berührung ein auf-den Rücken-klopfen ist, oder ein spielerischer Stoss in die Rippen, oder ein fester Handschlag. Andere Berührungen, so lernen wir oft, sind "schwul" oder "weibisch". In Wirklichkeit sind Berührungen die Grundlage von allen liebenden Gefühlen, welche wir alle als Kleinkinder erfahren, und welche wir unser ganzes Leben lang benötigen. Ohne die körperlichen Brührungen können wir auch im emotionalen Sinne unseren Kontakt zu unseren Lieben verlieren. Körperkontakt kann geben und nehmen, und falls gegeben ohne die Erwartung von Sex, kann in sich selbst eine sehr starke erotische Erfahrung sein. Wir werden später zu diesem Punkt zurückkommen.

Der nächste Schritt ist es, Sex nicht mehr als Abfolge bestimmter Vorgänge zu sehen - Vorspiel, Geschlechtsverkehr, und hinterher zusammen kuscheln. Denk mehr an die Freude von Sex als ein Ganzes. Dann kann deine Idee von Sex auch mit einander reden, Massage, streicheln, Seite bei Seite liegen, Hände halten, küssen, zusammen herumkugeln, lecken, saugen und alle anderen Berührungen aller Körperteile des anderen beinhalten. Zum Beispiel, hast du jemals die Sensualität einer Fussmassage erfahren, oder wie es ist an den Zehen deiner Parterin zu saugen, oder das Gebiet dazwischen zu lecken? Nein? Warum probierst du es nicht mal aus? Aber vergiss nicht, es in einer entspannten Art und Weise zu tun! Und natürlich wird es erst dann klar, wieviel Spass all diese Sachen machen, wenn deine Partnerin freudig mitmacht. Falls sie dies nicht unterstützt, kann Sex beschränkt, vorbestimmt und eher weniger als möglich sein. Und falls deine Partnerin dir nicht gibt was du willst, vielleicht behält ja dann dein Penis auch etwas für sich, das er geben könnte?

Ich erinner mich noch sehr gut an eine der ersten Langzeitbeziehungen, die ich mit einer Frau hatte. Im Anfangsstadium kuschelten wir uns eines Abends zusammen auf dem Sofa und verbrachten sehr viel Zeit zusammen mit küssen, reden und streicheln. Die Dinge gingen ihren normalen Lauf und wir hatten eine super Zeit selbst ohne uns unserer Kleidung zu entledigen. Wir bestimmten einn Datum, an dem sie ihre erste Nacht bei mir verbringen sollte….und natürlich, als diese Nacht endlich kam war ich sehr aufgeregt. Ich war auch sehr überrascht als sie meinte, "Keine Berührung meiner intimen Teile," und dann als sie mein langes Gesicht sah, "zumindestens nicht am Anfang." Für sie war es essentiell, dass ein Mann nicht sofort ihre Vagina oder Brüste berührte, oder ihr eher aufreizendes Hinterteil, bevor sie nicht durch küssen, Berührung und Streicheln des Gesichtes, der Beine und Arme, des Rückens und so weiter, erregt worden war. 

Aber das Erstaunlichste für mich war, dass diese Frau, die sehr begeistert war von Sex, es lieber mochte, langsam und graduell erregt zu werden. Es war mir einfach nicht bewusst gewesen, wie wichtig es war für eine Frau sich langsam aufzuwärmen in einer liebenden und sicheren Art. Natürlich, als ich mich dann endlich nicht mehr zurückhalten konnte und mit meinem Finger ihre Klitors, Schamlippen und endlich ihre Innenseite erforschte, war sie mehr als bereit für meine Berührung, und fand selbige wohl viel erregender und erfüllender als es für sie gewesen wäre, wenn dies früher in diesem Prozess stattgefunden hätte. Was ist nun die Moral dieser Geschichte? Tja, du magst einen sehr unterschiedlichen Stil von Sex gelernt haben - ein paar anfängliche Küsse, ein wenig lecken und knabbern, kein Umarmen, und dann gleich in die Penis-in--Vagina Routine. Dies wird sicherlich die meisten Frauen nicht befriedigen, und es wird auch dich nicht zur Höhe der sexuellen Freuden erregen. Leider empfinden es viele Männer als unangenehm am Anfang, wenn ihre Liebhaberin sie hält oder umarmt, oder wenn sensuelle Berührungen ausgetauscht werden, und sie denken sich vielleicht, dies sei eine reine Zeitverschwendung und es wäre besser gleich mit dem sexuellen Teil anzufangen. Falls du die Idee von einer Frau gehalten zu werden als schwierig empfindest, vielleicht wäre es einfacher für dich dich einfach nur zurückzulehnen, während sie dich in dieser sensuellen Art berührt? Tja, das würde natürlich auch bedeuten, dass du die Kontrolle übergibst! Ein vielleicht beängstigender Gedanke. Glaub mir also, dass es sehr erregend sein kann für eine Frau, wenn sie einen Mann findet, der ihr genug vertraut um sich einfach nur zurückzulehnen und sich von ihr zärtlich und liebend erregen zu lassen.

All dies reflektiert wie wir Männer punkto Sex erzogen worden sind: Sex ist etwas, dass ein Mann von einer Frau nehmen muss, ob sie nun widerwillig 'gibt' oder nicht, und Sex ist eine Leistung, die unsere Maskulinität bestätigt, oder vielleicht etwas, dass er für sie tut und nicht mit ihr. Falls auch du so denkst, möchtest du vielleicht deine Ansichten ändern: Du kannst kuscheln und streicheln auch als etwas sehen, dass du für dich tust und für deine eigene grössere sexuelle Freude. Lass mich also nochmals betonen, dass es das Ziel von Berührungen und streicheln ist, entspannt zu werden, und sich mit der Partnerin verbunden und intim zu fühlen.

Ist nun all dies wichtig? Meiner Meinung nach ist es ungemein wichtig. Ich weiss nicht, ob du jemals dieses seltsame Gefühl von Distanz hattest, oder einfach nur wirklich gelangweilt warst während Sex? Dies sind die Gefühle, die Sex unerfüllend machen, Erektionen verschwinden lassen, und Ejakulationen nicht stattfinden lassen. Und generell bedeutet dies wohl, dass du mit dem Prozess nicht zufrieden bist, oder es dich stört, dass du nicht die absolute Kontrolle hast, oder dir emotionale und physische Nähe unangenehm ist. (Ich nehme erst mal an, dass es nicht unbedingt bedeutet, dass du lieber woanders wärst, lieber was anders machen würdest, mit jemand anderen. Falls dies zutrifft hört sich das eher trist an für deine Beziehung). Frauen merken es ziemlich schnell, wenn ihr Liebhaber sich während der Streicheleinheiten langweilt, und das wird sie wohl eher ab-turnen - warum sollten sie sich auch jemandem hingeben, der sich während eines für sie essentiellen Teiles von Sex distanziert? Versuch also wirklich dich diesem Prozess hinzugeben, auch wenn es am Anfang schwierig sein mag, und auch wenn das bedeutet, dass du ihr sagts, dass du es schwierig findest dich während der Streicheleinheiten zu entspannen, aber dass du gerne lernen möchtest wie man sich dabei entspannt, und in der Zwischnezeit könnte sie dir ja auch zeigen, was ihr am meisten Freude bereitet.

Um es kurz zu sagen, entspannte Berührungen sind am wichtigsten für die Erregungsphase einer Frau - was wir aber oft nicht wahrhaben wollen, ist, dass dies auch auf uns Männer zutrifft. Es ist eine Tatsache, dass Männer, welche sich Streicheleinheiten und Kuscheln hingeben, selbst oft überrascht sind wie schnell ihre sexuellen Schwierigkeiten verschwinden, Nähe wiederhergestellt werden kann, und wie erfüllend und reich ihr Liebesleben wird. Und nur so nebenbei, Berührungen sollten sich auch nicht auf sexuellen Kontakt beschränken - Paare, die sich oft berühren in einer nicht sexuellen Art (Männer nehmen oft an, dass Berührung und Sex dasselbe sind), haben oft eine viel bessere Beziehung als Paare, die sich gar nicht oder sehr selten berühren. Also, mach dich auf die Suche nach den sensitivsten Stellen am Körper deiner Partnerin und der Art wie sie dort am liebsten berührt werden will! Lass dir dabei Zeit…und entspann dich dabei!

Ejakulation während Sex

Nun aber weiter zu den physischen Problemen. Mal angenommen, du hast mit deiner Partnerin kommuniziert und Vertrauen aufgebaut, du hast weiterhin die Massagetechniken verwendet um grössere Nähe und Verbundenheit aufzubauen, und du möchtest nun auch wieder normalen Geschlechtsverkehr mit einem Orgasmus und Ejakulation erleben.

Ein Zeichen von Fortschritt für dich als anorgasmischen Mann ist es, wenn du wieder sexuelle Erregung und Gefühle in deinem Penis empfindest. Eine Erektion begleitet von erotischen Gefühlen sind ein sicheres Zeichen von sexueller Erregung. Ein Produkt der Freiheit zur Ausdrückung deiner Sexualität so wie sie wirklich ist für dich, und nicht so wie du glaubst, dass sie ausgedrückt werden muss. Die Art der sexuellen Fantasie, die du erlebst, kann dir darüber hinaus Hinweise geben wie sehr du dich von den Erwartungen, dass du kontrollierend oder passive sein wirst während des Sex, befreit hast (im Gegensatz zu einfach nur du selbst sein und dein eigenes Verlangen auszudrücken).

Der Schlüssel zu allem ist die erste Ejakulation und Orgasmus, den du erfährst ohne bewusste mechanische Stimulierung - der erste Orgasmus, der wirklich das Resultat von sexueller Erregung und Verlangen ist, und nicht das Produkt einer Situation, wo du dich dazu verpflichtet fühlst einen Orgasmus zu haben aus anderen Gründen. Es ist klar, dass, um so einen Orgasmus zu erreichen, du vielleicht zugeben musst, dass dich deine Partnerin nicht erregt, mit all den möglichen Implikationen die dadurch entstehen können. Falls die Beziehung es wert ist weiterhin zu bestehen, dann solltest du wirklich aufhören zu glauben, dass du eine Begründung brauchst für Sex (wie deine Partnerin möchte von dir befriedigt werden) und du dich damit selbst nicht mehr benutzen wirst, auch wenn du nicht immer an die neue Wahrheit glauben kannst. Zuzugeben, dass du vielleicht viel lieber gehalten werden möchtest als Sex haben, ist ein weiterer guter Schritt. Und deine Partnerin darum zu fragen was du willst ist sogar noch besser.

Aber mehr als alles andere ist es das intellektuelle und emotionale Verständnis, dass ein Mann zuerst einmal erregt sein muss, bevor er mit dem Geschlechtsverkehr beginnt, das der wichtigste Punkt in der ganzen Sache ist. Und falls du dich während des Sex erregt fühlst, dann denk drüber nach ob diese Erfahrung vergleichbar ist mit der, die du während Masturbation erlebst, wenn du wirklich erregt bist und dir ein Orgasmus leicht fällt. Falls keine Ähnlichkeit besteht, dann bist du vielleicht nicht wirklich erregt während Sex, und die oben beschriebenen Techniken können dir helfen dich wieder mit deinem Verlangen in Verbindung zu setzen und erregt zu werden. Gedult und ein Fokus auf dich selbst sind wichtig, sodass du dich deiner eigenen Wünsche und Verlangen bewusst bist und sie versuchst zu verwirklichen. Versuch es einfach. Ich hoffe es wird auch für dich funktionieren. Falls es nicht klappt, möchtest du vielleicht das Buch lesen, in dem diese Ideen dargelegt sind (mehr ein akademisches Werk als ein popularistisches, aber trotzdem leicht lesbar für den normalen Leser). Die Details findest du in der Liste mit den Links weiter unten.

2 Orgasmus ist nur möglich in einigen bestimmten Situationen

Eine e-mail:

Hilfe! Ich habe ein Problem mit Sex, dass so seltsam ist, dass ich noch nie davon gehört habe. Ich weiss nicht an wen ich mich sonst mit diesem Problem wenden kann. Hoffentlich kannst du mir einenn Ratschlag geben. Ich begann im Alter von 11 Jahren zu masturbieren. Allerdings ist meine Technik ein wenig anders als üblich. Ich plaziere ein Kissen zwischen meine Oberschenkel und lege mich auf meine rechte Seite. Mein Penis kommt zwischen meinem Bauch und dem Kissen zu liegen. Ich kann einen Orgasmus erreichen indem ich meinen Penis gegen das Kissen stosse. Dazu brauche ich ungefähr 4 bis 10 Minuten. Das seltsame ist, dass diese Technik nur funktioniert, wenn ich auf meiner rechten Seite liege. Nichts passiert, wenn ich auf meiner linken Seite liege. Das Problem ist, dass ich keinen Orgasmus erreichen kann mit der "typischen" Masturbationsmethode. Stimulierung mit der Hand verschaft mir nicht dieselbe Stimulierung wie das Kissen. Ausserdem kann ich keinen Orgasmus erreichen während normalem Sex oder Oralverkehr. Ich bekomme dadurch einfach nicht genug Stimulation. Die einzige Art und Weise wie ich einen Orgasmus erreichen kann, ist, wenn ich auf meiner rechten Seite liege und ein Kissen verwende. Meine Frau möchte gerne Kinder haben. Dass ich keinen Orgasmus erreichen kann während des Geschlechtsverkehres stellt für uns ein grosses Problem dar. Ausserdem macht sie sich selbst Vorwürfe, wenn sie sieht, dass ich keinen Orgasmus bekomme während des Sex. Ich habe ihr wiederholt versichert, dass es mein Problem ist und nichts mit ihr zu tun hat.   


3 Verlust der Erektion während Sex

Diese sind einige der typischen e-mails, die ich bekomme:

1. Ich bin ein 19-jähriger männlicher Collegestudent und ich habe vielleicht ein Problem….ich habe eine Freundin, bevor wir miteinander schlafen bin ich hart und eregiert, aber manchmal wird mein Penis wieder weich bevor ich in sie eindringe. Trotzdem will ich wirklich mit ihr schlafen! Ist dies normal? Kann es sein, dass ich nervös oder verängstigt bin? Wie kann ich dieses Problem lösen, sodass ich immer hart bin, genauso wie wenn ich mir einen runterhole?

2 Mein Mann und ich haben gerade geheiratet und seitdem hat er ein Problem damit seinen Penis steif zu halten. Er ist zuerst hart und wird dann weich. Was könnte die Ursache dafür sein? Wir (und er) haben dieses Problem noch nie vorher gehabt.

3. Ich habe immer ungeschützten Sex und möchte dies endlich ändern…das Problem ist nur, dass, wenn ich hart bin und ein Kondom über meinen Penis bringe, er wieder weich wird. Kannst du mir sagen warum?

Es gibt keine einfache Antwort darauf, warum ein Mann seine Erektion verliert. Es ist immer notwendig die Umstände zu berücksichtigen in denen Sex stattfindet: Das beinhaltet den Grad an sexueller Interaktion zwischen den Partnern, wie wir unsere Identität an Männlichkeit oder Weiblichkeit einander wiederspiegeln, die Erwartungen mit denen Männer und Frauen sich an Sex heranwagen, die unterschwelligen Gefühle, welche die Partner fureinander haben, ihr Gard an Erregung und Lust, und die Intensität ihres Orgasmuses und ihre Befriedigung. Aber eins ist sicher: Klare physische Probleme gibt es selten (lese weiter, es wird einfacher!)

Es gibt eine etwas zynische, leider aber oft wahre Ansicht, dass Erektionsprobleme im Mann oft die wahren Gefühle über seine Partnerin oder Sex aussagen. "Der Penis kann nicht lügen" - das ist eine Art, auf die diese Ansicht ausgedrückt worden ist. Was bedeutet dies also? Heisst das, ein weicher Penis bedeutet, dass das Paar sexuell nicht zusammenpasst? Tja, es könnte dies heissen, oder auch eine Reihe von anderen Dingen. In den einfacheren Fällen, welche leichter erfolgreich zu behandeln sind, bedeutet es, dass der Mann Ängste über seine Leistungsfähigkeit hat, oder sich davor fürchtet von seiner Partnerin abgelehnt zu werden, oder vielleicht erwartet impotent zu sein, da er sich denkt Schwierigkeiten aus der Vergangenheit werden sich wiederholen, oder er mag sich auch völlig darin verlieren, wie sich die Frau anfühlt, oder alte Schuldgefühle über den Spass am Sex haben. Es gibt auch komplexere Antworten dazu, warum ein Penis weich bleibt: Zum Beispiel, während Sextherapie, wenn der Mann beginnt seine Erektionen zu behalten, verschwindet die Lust in seiner Partnerin. In solchen Fällen, ist der weiche Penis ein Mittel zum Zweck, ob es das Paar nun erkennt und zugibt oder nicht, welches sie für einen bestimmten Grund auseinander hält.

Der Sextherapeut Stanley Althof hat gesagt, dass, um ein gutes Sexleben zu haben, musst du gewillt sein 'Liebe zu machen', du musst entspannt sein, und dich auf deine körperlichen Empfindungen konzentrieren. Was er damit meint, ist, dass die physische Seite von Sex nicht genug ist: Falls psychologische Ursachen für Impotenz vorliegen, müssen diese erforscht und verstanden werden - etwas, das viele Männer als eine Herausforderung empfinden werden, weil sie ein Erektionsproblem mehr als eine persönlichen Niederlage ansehen, als ein darunterliegender emotionaler Konflikt aus ihrer Vergangenheit. Auf dieser Seite kann ich nicht viel mehr tun als im Vorbeigehen auf die tieferliegenden emotionalen Gründe für Erektionsstörungen hinzuweisen - aber wir können uns auf alle Fälle eine andere Ursache wie Leistungsängste genauer ansehen, und was noch besser ist, diese vielleicht sogar mit einigen Selbsthilfetechniken beseitigen.

Das Leben ist hart! Allerdings nicht, wenn du unter Leistungsängsten leidest!

Sehr lustig. Ich hoffe allerdings, dass es hart sein wird, nachdem du dir die Techniken auf dieser Seite durchgelesen und angewandt hast. Die meisten Sextherapeuten würden an das Problem wie folgend herangehen: Sie helfen dem Mann erotische Freuden zu empfinden ohne Erektion, eine Idee die dir vielleicht seltsam vorkommt, wenn du erotische Freuden immer gleich mit Orgasmus verbindest. Sie würden dann dazu übergehen dem Mann zu helfen eine Erektion zu bekommen, ohne einen Orgasmus zu erwarten. Dies wird dann gefolgt mit Techniken, die ihm helfen würden einen Orgasmus ausserhalb der Vagina seiner Parterin zu bekommen. Danach kommt Hilfe damit, eine Erektion zu erhalten, die hart genug ist um eingeführt zu werden, und weiters das Gefühl des Eindringens zu geniessen zusätzlich zu einigen sanften Bewegungen vielleicht - aber keinen Verkehr (tja, wenn er hart genug ist, kannst du deinen Penis einbringen, aber du musst nicht unbedingt irgendetwas anderes damit tun); und letztlich, wie du dir vielleicht denken kannst, würden sie ihn zu einem vollen Geschlechtsverkehr zurückführe.

Ein guter Grund für diese sanfte Behandlungsmethode ist, dass erektile Schwierigkeiten oft aus Leistungsängsten herstammen (wird er raufgehen, wird er hart bleiben, was werde ich mit ihm machen können?). Warum sollte dem so sein? Jeder Penis in der Welt wird ab und zu mal nicht mitspielen. Das ist eine Tatsache des Leben, und sie muss auch kaum erklärt werden, und trotzdem glauben noch immer viele Männer, dass es ihnen möglich sein sollte ihn zu jedem Zeitpunkt hochzukriegen, wann auch immer dies verlangt sein sollte, und ihre erste Erfahrung von einem 'Fehlschlag' hinterlässt bei ihnen eine Erwartung, dass es wieder vorkommen wird. Es ist nicht ungewöhnlich für einen 'Erstbenützer', dass erektile Schwierigkeiten vorkommen, besonders dann, wenn er mit einer Partnerin ist, die sehr unerfahren oder sehr erfahren ist, oder die sehr hohe Erwartungen in ihn setzt.

Für jeden Mann, der sich seiner Sexualität unsicher ist, oder Zweifel hat an seiner Identität, oder seiner Maskulinität, kann die Angst vor Impotenz eine weitere Quelle von Selbstzweifeln sein während jedes sexuellen Kontaktes. Und einige Medikamente und Drogen, medizinische und Freizeit-gebrauchte genauso, zusammen mit Stress, Alkohol, Müdigkeit und einer ganzen Reihe an anderen Gründen kann erektile Schwierigkeiten auslösen. Aber, was auch immer die ursprüngliche Erfahrung war, die Elemente von Impotenz enthielt, falls ein Mann diesen nicht entspannt gegenüber steht, und sich davor fürchtet, dass es wieder vorkommen wird - tja, dann wird es wohl wieder vorkommen. Der Grund dafür ist, ganz einfach, dass Angst sexuelle Erregung inhibiert (nicht das das immer so sein muss); es kann einen Mann ablenken, indem er sich auf unwichtige Details konzentriert, wie etwa, was passiert, wenn es wieder vorkommt, anstatt sich der sexuellen Lust hinzugeben. Diese Gedanken werden wahrscheinlich den Mechanismus des Nervensystems, der für eine Erektion verantwortlich ist, beeinträchtigen.

Es ist wert erwähnt zu weden, dass jede Angst dies veranlassen kann, nicht nur Ängst, die mit erektilen Dysfunktionen zu tun haben und ihren Konsequenzen. Etwa, ein Mann, der sich plötzlich wieder an die Schuldgefühle über Masturbation aus seiner Kindheit erinnert, oder an seine Ängste über Sex vor seiner Heirat, besonders dann wenn er von einem religiösen oder sozialen Hintergrund abstammt indem Sex oder Masturbation Tabu sind, mag Schwierigkeiten mit seiner Erektion erfahren. Und es ist ausserdem sehr häufig, dass die Stimulierung durch eine neue Partnerin oder eine neue sexuelle Situation die gleichen Gefühle produziert: Einer meiner Klienten konnte keine Erektion bekommen, wenn ihn seine Partnerin tadelte mit der gleichen Stimmlage, die seine Mutter verwendet hatte, wenn sie ihn dafür schimpfte, dass er seinen Penis in der Hand hielt als Kind. (Mach das nicht, das ist schmutzig).

Solche sind die Sensitivitäten, denen wir uns gegenüber sehen, und sie sind ausserdem vielzählig, sodass wir oftmals nicht sicher feststellen können, woher unsere unsicheren Gefühle stammen - aber, trotzdem, das Zeichen, dass sie da sind, und dass sie Macht über uns haben, ist der welkende Penis. Einfache Dinge verschwinden oft, wenn sie ans Licht gebracht werden und mit der Partnerin besprochen werden. Wenn, wie oben besagt dem nicht der Fall ist, weil sie so tief sitzen, oder dein Penis sich nicht unter den hier beschriebenen Behandlungsmethoden erholt, wäre vielleicht eine längere Sexualtherapie oder Psychotherapie mit einem professionellen Therapeuten oder Therapeutin angesagt. Dies mag kein leichter Weg sein für ein Paar oder eine Person, wenn man daran denkt, wie schwer es vielen Leuten fällt über Sex zu reden. Aber es wird schnell leichter. Ich habe einige Internetkontakte zu professionellen Sextherapeuten in meiner Linktabelle inkludiert. Lese weiter…es gibt noch mehr darüber, wie du deine Erektionen zurückbekommen kannst in dem Abschnitt weiter unten, welcher vielleicht auf dich zutreffen mag.

Bedrückt dich sonst noch was? 

Es ist schwer den Effekt zu unterschätzen, den Vorfälle mit einem sexuellen Unterton, die du in deinem Leben erlebt hast, und über welche du vielleicht noch nie gesprochen hast oder über die du dich schämst, auf deine spätere sexuelle Kapazität haben können. Alles was notwendig ist, ist dass etwas die Erinnerung an diese Ereignisse stimuliert, und dies mag genug sein um deine Erektionen zu stören. Diese Art von Geheimnissen fallen in drei Kategorien: Geheimnisse, die du vor dir selbst behütest, vor deiner Partnerin, oder vor jedem professionellen Helfer mit dem du in Kontakt kommst. Ein Beispiel mag sein, wenn ein Mann herausfindet, dass er wirklich schwul ist, oder dass er seine Partnerin nie geliebt hat, oder wenn er sich dazu entschlossen hat, oder sich so fühlt als wäre es unmöglich, dass er seiner Partnerin oder Therapeutin es nicht erzählen kann, dass er homosexuelle Beziehungen hatte, oder geheime Fantasien oder Wünsche, oder es Vorfälle in der Familie gab wie einen Selbstmord.

In dem Fall wo er diese Geheimnisse vor seiner Partnerin oder Therapeutin zurückhält, heisst dass, das die Heilung oder Therapie noch langsamer von statten geht, oder dass der Mann Aktivitäten unternimmt über die er sich schämt und welche seine Heilung noch mehr zurückhalten: Zum Beispiel, cross-dressing (Frauenkleider anziehen), oder schnelle sexuelle Kontakte mit Prostituierten. Am häufigsten ist es aber, dass die Wahrheit über die Beziehung, die die erektilen Schwierigkeiten hervorgerufen hat, nicht wahrgehabt werden will. Für die meisten Männer, die Schwierigkeiten in anderen Lebensbereichen haben, die die Erektionsstörungen hervorrufen, beginnt die Reise damit, dass die Probleme, die anderswo auftreten, langsam besprochen und aufgelöst werden.

Drei Beispiele werden hoffentlich zeigen, wie Ereignisse in der Vergangenheit erektile Schwierigkeiten in der Gegenwart hervorrufen können, Schwierigkeiten welche nicht unbedingt auf Angst beruhen müssen, sondern auf lang vergrabene Erlebnisse zurücklaufen. Der erste Fall war der eines meiner Klienten, der sich immer wieder in verheiratete Frauen verliebte, und sehr viel Zeit und Mühe damit verbrachte auf jeden ihrer Wünsche einzugehen und überhaupt die Rolle des aufmerksamen Freiers spielte. In einigen Fällen wurde daraus eine sexuelle Beziehung, oftmals deshalb, weil die Frau in Frage nicht genug emotionale Unterstützung von ihrem Mann bekam, und sich deshalb dies von meinem Klienten holte, welchen er sehr gut bereitstellen konnte. Allerdings fand er heraus, dass er seine Erektionen verlor, wenn die Beziehung physisch wurde, obwohl er Fantasien über die Frau hatte und mit ihr im Kopf masturbierte, wenn er alleine war. 

Er führte seine erektilen Schwierigkeiten auf Zorn zurück, den er gegenüber den Frauen hatte, weil sie ihn oft ohne Respekt behandelten - immerhin machte er niemals eine Grenze klar und wurde wie eine Fussmatte behandelt, und er gab seine eigenen Wünsche auf um immer für sie da sein zu können. Und trotzdem gab er zu, dass er sehr viel sexuelle Lust verspürte, aber seine Erektionsstörungen schienen ein Weg zu sein Sex vermeiden zu können…um die Geschichte kurz zu machen, die Wurzeln lagen in der Kindheit in seiner Beziehung zu seiner Mutter, welche viel zu nahe zu ihm war und von ihm verlangte sich ganz ihren Wünschen hinzugeben. Sein Vater erschien sehr schwach zu sein, emotional abwesend, und wurde mit einem kompletten Fehlen an Respekt von der Mutter behandelt. Er gab letztlich zu, dass seine Mutter ihn im Alter von 5 und 9 Jahren mit leichtem sexuellem Spiel mishandelt hatte, welches er gehasst hatte, und welches der Ursprung seines Selbsthasses war. Trotzdem hatte er seine Mutter als seine sexuelle Partnerin akzeptiert, obwohl er wusste, dass er sie nicht wirklich haben konnte, da sie zu dem Mann gehörte, den sie geheiratet hatte. Es waren diese widersprüchlichen Wünsche, welche ihn dazu veranlassten verheiratete Frauen zu suchen, und dann nicht mit ihnen schlafen zu können.

Der zweite Fall betrifft einen 50 Jahre alten Geschäftsmann, der mit seiner Frau impotent war, und sexuell besessen war von blonden Frauen (seine Frau war rothaarig). Diese fixen Ideen hielten in manchen Fällen über Jahre hinaus an. Das erste was der Mann machte, als er seine Therapeutin traf, war, dass er ihr sagte, dass sie seine ideale Blonde war - und in der vierten Sitzung fragte er ob sie mit ihm ausgehen wollte, und fühlte sich sehr sexuell ihr gegenüber. Am Ende fanden die beiden heraus, dass sein Vater sehr häufig seine Partnerinnen gewechselt hatte und blonden Frauen wortwörtlich nachgelaufen war - und der zu seinem Sohn gesagt hatte, dass er kein Mann sei, wenn er nicht genauso war. Und ein besonderer väterlicher 'Ratschlag war der, "dass er kein Mann sei, wenn er sie beim vierten Treffen nicht ins Bett kriegte."

Und zuletzt ein Fall über den Stanley Althof schreibt, in dem ein 62 Jahre alter Mann keine Erektionen mehr bekam, obwohl er sexuell aktiv war und Sex wollte. Seine Frau hatte Arthritis bekommen und fand Sex schmerzhaft, und die Impotenz des Mannes schien ein Weg zu sein ihr keine Schmerzen bereiten zu müssen. Als das Paar anfing darüber zu reden, fanden sie Wege in denen sie Sex haben konnten ohne ihre Gelenke zu reizen, und seine Erektionen kamen wieder zurück.

Einige Fakten über Männer, Sex und Erektionsprobleme!

Es gibt viele Dinge, die Männer glauben über sich selbst, welche nicht wahr sind. Hier sind eine paar Aussagen, die wie ich glaube, wahr sind für Männer:

Es ist nicht die Verantwortung des Mannes die Frau zu befriedigen - bestenfalls ist es eine geteilte Verantwortlichkeit für beide Partner lustvoll miteinander zu sein.

Ein grosser eregierter Penis ist nicht essentiell für die Lust der Frau. Ein weicher oder halbharter Penis ist kein Disaster, egal wie ift es vorkommt. 

Eine Frau mag pentrierenden Sex allem anderen vorziehen, oder auch nicht. Oftmals wird sie emotionale und physische Nähe zu ihrem Partner erfreuen.

Ein Mann ist keine Sexmaschine und kann nicht immer eine Erektion bekommen, und trotzdem können er und seine Partnerin sich wirklich an Sex erfreuen.

Ab und zu mal keine Erektion bekommen zu können ist normal. Das kommt bei allen Männern vor. Dies sagt nichts aus über deine Maskulinität.

Sexuelle Aktivität verändert sich mit dem Alter, ist aber trotzdem schön. Es mag länger dauern bis du hart bist und es mag mehr manuelle Sdtimulierung brauchen, aber der Orgasmus des Mannes kann trotzdem intensiv sein und die Frau vielleicht noch mehr befriedigt werden durch das langsamere Tempo und Sensitivität eines ausgereiften Mannes. Erektionen mögen weicher sein als früher, sie werden aber die gleichen physichen Freuden bereiten wie die steinharten Erektionen in der Jugend.

Wie du deine Erektion wieder zurückbekommst - egal warum du sie verloren hast!

Masters und Johnson, die so ziemlich die moderne Sexualtherapie erfunden haben, entwickelten eine Methode in ihren Behandlungen für viele sexuelle Schwierigkeiten, die sie Sensate Focus nannten. Sensate Focus ist eine Art deine Partnerin und Partner sehr sanft und sensitiv (nicht sexuell) zu berühren. Dies kann hilfreich sein, egal wie der Status deiner Erektionen ist oder der Grad deiner sexuellen Befriedigung. Viele Sexualtherapeuten sind erstaunt, wie effektiv die Technik ist in der Wiederherstellung von guter sexueller Funktionsfähigkeit in Männern und Frauen, die diese Methode benutzen, aber mich überrascht das nicht wirklich.

Wir alle wollen Kontakt, und intimen, verbundenen Kontakt um genau zu sein, mit einer anderen Person, und oft verlieren wir durch Sex den Kontakt der Seelen durch den Kontakt der Körper. Sensate Focus erlaubt es Paaren sich auf das Berühren der anderen Person zu konzentrieren und nicht den physischen Sexualakt, und dies ist eine ungemein bereichernde Erfahrung, im Geben sowie im Nehmen. Sie konzentriert mehr auf sensitiver Freude als auf sexueller, und sie hilft den tiefsitzenden Wunsch nach Berührung zu erfüllen - ein Wunsch der in uns allen seit der Geburt vorhanden ist, der aber oft vernachlässigt und missachtet wird, besonders bei Männern - Die Berührungen teilen ausserdem in effektiver Weise der anderen Person mit, dass jemand wirklich für sie da ist. Falls eine Person depressiv oder sich verletzlich fühlt, kann eine leichte und sanfte Berührung von einem Menschen, der uns etwas bedeutet, den Anfang setzen zu einer sehr schnellen Wiederherstellung von Vertrauen, welches natürlich der erste Schritt ist in der Wiederherstellung der Sexualität.

Weiters reduzieren sanfte Berührungen Spannungen, und wenn es klar ist, dass das Ziel der Berührungen nicht sexuell ist, sondern es rein um das Berühren und die Freude daran geht, werden Leistungsängste vermindert. Der Mann muss nicht unbedingt eine Erektion haben, und die Frau muss nicht sexuell attraktiv erscheinen damit er eine bekommt; Orgasmus ist verboten, so zu sagen, was bedeutet, dass kein Leistungsdruck vorliegt. Solches gegenseitiges Streicheln in einer Atmosphere des Vertrauens wird ausserdem generell Inhibitionen und Ängste veringern, oder zumindestens eine Erforschung derselben möglich machen.

Es ist oft super Sensate Focus auszuprobieren, ob du nun ein sexuelles Problem hast oder nicht - falls du eines hast, dann ist es essentiell! Es ist ein sehr guter Weg mit dem Verlust deiner Erektion durch Angst umzugehen, und sie stärkt sicherlich die Nähe und Verbundenheit eines Paares (Und falls ein Paar sich eigentlich nicht mag, dann werden sie diese Übung wohl nicht zusammen machen können und angemessenere Partner finden.) So, wie macht man's nun?

Sensate Focus - die liebende Berührung

Es ist einfach. Zuerst, Sex ist nicht erlaubt - nicht wenn du dich mit sexuellen Problemen rumschlägst! Egal wie erregend der Prozess sein mag, vergiss Orgasmus und Verkehr für den Augenblick. Dann entscheide, wer die Streicheleinheiten zuerst bekommt. Falls einer der Partner ein Problem damit hat nach seinen Wünschen zu fragen, ist es vielleicht eine gute Idee diese Person zuerst dran zu lassen. Oder, falls du dir denkst als Mann ist es 'unmännlich' deiner Partnerin zu 'dienen', oder dass der ganze Prozess unmännlich ist, ist es vielleicht besser wenn du die Berührungen zuerst empfängst, wissend, dass du die Freude der Berührungen später auch zurückgeben kannst. Wie auch immer, entscheidet wer zuerst gibt und wer zuerst empfängt. Damit der Prozess wirkt, ist es am Besten, wenn ihr beide dazu bereit seit, und ihr werdet daher ein wenig Zeit ohne Unterbechungen oder Störungen machen müssen. Du bist berechtigt dazu ein wenig Zeit für dich in Anspruch zu nehmen!

Ok, die Person, die zuerst die Berührungen des Partners empfängt legt sich am Bauch, nackt, warm und komfortabel. Lasst uns mal annehmen, dass du, der Mann, sie zuerst empfängst (Nur so nebenbei, diese Therapie wirkt genauso gut für schwule Paare). Gib dich deiner Erfahrung hin. Deiner Partnerin wird dich sanft streicheln, entlang deines Körpers vom Kopf bis zu den Zehenspitzen. Sie beginnt mit deinem Hinterkopf, Ohren und Nacken. Ihre Streicheleinheiten sollten sehr sanft und leicht sein, gegeben mit Liebe und Aufmerksamkeit - und zumindestens mit Gefühl und nicht in einer mechanischen und kalten Weise. Sie kann ihre Lippen, Zunge oder Finger verwenden, ihre Handflächen oder Fingerspitzen. Was auch immer ihr als richtig und angenehm erscheint.

Da es bei dieser Übung um den Genuss geht, sorge dich nicht darum, ob sie sich müde oder gelangweilt fühlt - sie kann es dich wissen lassen, wenn dem so ist. Lieber, konzentriere dich darauf wie es sich anfühlt sanft berührt zu werden und fokussiere auf deine Erfahrung, und was du wahrnimmst, wenn sie deine Haut leicht berührt. Wenn deine Aufmerksamkeit abwandert, bringe dich selbst zurück, und lass sie wissen was du möchtest - zum Beispiel, falls die möchtest, dass sie langsamer wird, oder leichter, oder stärker, oder sie vielleicht lieber ihre Lippen als ihre Finger verwenden sollte, lass es sie wissen. Wenn es sich sehr gut oder angenehm anfühlt, bitte sie dies zu wiederholen - du wirst wahrscheinlich einige Gebiete finden, die sich besonders gut anfühlen wenn sie dich berührt.

Sie wird sich langsam an deinem Körper hinunterarbeiten, an deinen Seiten, Rücken und Hinterteil, der Innenseite deiner Oberschenkel, und dem Rest deiner Beine. Und du möchtest vielleicht ein wenig spezielle Aufmerksamkeit für deine Füsse, welche sehr empfindliche Körperteile sind für uns. Der selbe Prozess gilt für den ganzen Weg nach unten - leichtes, delikates Streicheln. Einige Männer und Frauen empfinden die sehr leichten Berührungen - mit nur den Fingerspitzen und ohne Druck, wodurch nur die Haare am Körper bewegt werden - als sehr stimulierend uns sinnlich. Und nur so am Rande - eine Definition von sinnlich, falls du es mit sexuell verwechselst, ist :Etwas das die Sinne beeinflusst oder erfreut".

Irgendwann musst du dich umdrehen, sodass sie den ganzen Prozess an deiner Vorderseite wiederholen kann. Wiederum sehr sanft, kann sie langsam deinen Kopf streicheln, dann dein Gesicht, Hals, Arme, Brustkorb und Bauch. Sie sollte allerdings weder deinen Penis noch deine Hoden berühren. Dann geht sie weiter zu deinen Beinen und Füssen. Sie sollte so viel Sensitivität wie möglich in diesem Prozess verwenden, und es kann sein, dass du eine Erektion bekommst, was weder gut noch schlecht ist, es passiert einfach und lass es damit bleiben. Wiedrum, das Ziel der Übung ist es nicht sexuell zu sein. Nachdem du zufrieden bist mit dem, was du bekommen hast, bist du an der Reihe zu geben. Der Prozess ist genau derselbe, allerdings vermeidest du ihre Brustwarzen, Klitoris und Vagina. Konzentriere dich darauf den Rest ihres Körpers zu streicheln in einer sanften und sinnlichen Weise. Du brauchst dazu kein Rezeptbuch, folge einfach deinen Instinkten, und tu was auch immer natürlich erscheint oder was sie dir mitteilt, dass sie haben möchte.

Falls du dies alleine mit deiner Partnerin machst, wirst du die Hilfe eines Therapeuten vermissen, der die Erfahrung mit dir durchgehen kann. Womit ein Therapeute dir helfen könnte, ist es, Worte für die innere Erfahrung zu finden, die du hattest, während deine Partnerin dich streichelte. Mit etwas, das so intim ist, welches mit einer emotionalen Verbundenheit und Sensitivität zwischen den Partnerin vorgenommen wird, wird es sicherlich zu tiefen Reaktionen kommen und es kann dir helfen miteinander drüber zu reden, was ihr dabei empfunden habt. Aber selbst wenn ihr das nicht könnt, hört deswegen nicht damit auf!

An diesem Punkt ist es wohl fair zu sagen, dass manche Paare nicht einfach gleich zu diesem Grad an Verbundenheit gehen können. Aber das ist auch in Ordnung. Sie könnten mit etwas Leichterem anfangen: Etwa Hände halten im Dunkeln mit Pyjamas an, zum Beispiel. Dann ein leichtes Streicheln des Armes des anderen, dann vielleicht ein Streicheln des anderen, wenn ihr zusammen im Bett liegt mit dem Licht an, aber mit Pyjamas. Jede Reihenfolge, die euch hilft langsam einen grösseren Grad an Intimität aufzubauen ist gut. Manche Paare möchten damit anfangen zusammen ein heisses Bad zu nehmen, oder einander die Füsse zu massieren. Wie auch immer ihr zum Endpunkt kommt ist ok - der Punkt an dem ihr euch gegenseitig überall am nackten Körper sanft berühren könnt.

Der Endpunkt dieser Übung (der Sensate Focus 1 genannt wird) ist es, dies oftmals und komfortabel als Paar zusammen machen zu können. Es mag euch vielleicht 2 Wochen nehmen, bis ihr beide damit zufrieden seit. Der nächste Schritt in diesem Prozess ist Sensate Focus 2, welcher genau derselbe ist wie Nummer 1 nur dass ihr zusätzlich auch Brustwarzen, Klitoris, Vulva, Penis und Hoden streicheln könnt. (nicht unbedingt genau in dieser Reihenfolge!). Wiederum, dies sollte mit Sensitivität und Einfühlungsvermögen unternommen werden, ohne auf eine sexuelle Erregung zu hoffen, einfach nur um die Wahrnehmungen zu geniessen, herauszufinden wie es sich anfühlt, dies zu akzeptieren und sich dem ganzen Prozess der Eindrücke und Gefühle hinzugeben.

Die meisten Paare finden die Erfahrung des Sensate Focus 1 als eine sehr bereichernde. Manchmal geniesst eine Person das Geben mehr als das Nehmen, oder andersrum, und das ist ok. Es ist oftmals eine überraschende Erfahrung, dass das Fehlen einer Erektion im Mann oder des Feuchtwerdens bei einer Frau kein Grund ist Streicheleinheiten nicht zu geben oder anzunehmen. Und wenn man so drüber nachdenkt, was für eine super Sache das nun wirklich ist: Dass die Lippen und Finger sinnliche Freude bescheren können. Falls du während des Prozesses sehr erotische Gefühle bekommst und ihr zum Sex übergeht versuch nächstes mal beim nicht sexuellen Prozess zu bleiben. Warum? Einfach, weil wir wissen, dass diese Methode von Millionen von Menschen verwendet worden ist um ihr Sexleben zu verbessern und sie wirkt. Aber bevor wir weitergehen…

Und was, wenn du schlecht auf diese Art von Berührung im Sensate Focus Prozess reagierst?

Und mit schlecht meine ich…. 

Es wurde uns einfach fad/mir gefiel es nicht/Er kitzelte mich einfach nur/Er nahm es nicht ernst/Ich wollte es machen, aber sie nicht/Er schaute sich einfach nur meinen Körper an/Sie war nicht wirklich bei der Sache/Er beklagte sich nur darüber, dass er es tun musste/Er meinte, andere Frauen könnten auch ohne diesen Mist kommen, warum nicht auch ich/Sie beschwerte sich, dass ich damit nie einen steifen kriegen würde…und so weiter.

 Es gibt viele Gründe, warum diese Aussagen gemacht werden könnten. Generell, wenn eine Person (Mann oder Frau) durch Ereignisse in der Kindheit sehr geschädigt worden ist, wird sie später Intimität vermeiden und sich davon bedroht fühlen - besonders dann, wenn Intimität in der Kindheit von Misshandlung oder Grausamkeiten gefolgt war. Diese Personen weisen Intimität oft zurück indem sie Zorn oder Angst zeigen. Da Sensate Focus eine intime Sache ist, wird es einen hohen Grad an Zorn oder Angst in diesen Männern oder Frauen erzeugen.

Schuldgefühle über Sex oder einfach nur das geniessen von Freude ist eine andere Sache für viele Leute. Es hört sich pervers an, aber vielen von uns wurde gelehrt, dass unsere Körper beschämend oder peinlich sind - und dass es schmutzig, böse oder verboten ist durch die Berührung von Penis, Klitoris oder Vagina Freude zu empfinden. Genug gesagt? Oh….und was kann man nun dagegen tun? Eine Antwort könnte es sein, dass du dich bei der Übung entspannst und du damit weitermachst trotz deiner Schuldgefühle bis selbige langsam schwächer werden und du erkennst, dass in der Gegenwart Sex und Berührungen sehr lustvolle und schöne Erfahrungen sind. Aber ich weiss, dass mag leichter gesagt als getan sein - Ich habe einige Leute getroffen, die nicht über die Barriere, die unangebrachte Berührungen in ihrer Kindheit aufgebaut haben, hinweg kommen und diese Leute würden von der Hilfe eines guten Therapeuten oder Sextherapeuten wirklich profitieren. Dies nimmt aber voraus, dass sie zugeben, dass sie ein Problem haben, was nicht immer einfach ist. ("Ich glaube sowieso nicht an all diesen Streichel-Unsinn" ist oft eine der abwehrenden Aussagen. Oder wie ein Mann zu mir sagte: "Der einzige Zeitpunkt an dem Leute sich berühren sollten ist, wenn ein Mann und eine Frau miteinander Sex haben." Ich war sehr betrübt dies zu hören, und es zeigte sich später, dass dieser Mann einer der geschädigsten Personen war, die ich je getroffen habe.)

Ein weiteres Problem können Feindseligkeiten in der Beziehung sein - besonders dann, wenn sich eine Person gefangen, ausgebeutet oder auf irgendeine Weise misshandelt fühlt, oder auch ungewollt oder nicht geliebt - denn diesem Partner könnte es sehr missfallen dem anderen etwas zu geben, und seine Aktivitäten werden dies durchblicken lassen. Falls die Person, die die Berührungen empfä