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 Hypospadie

Hypospadie: Was ist Hypospadie und was verursacht sie. Selbsthilfegruppen. Der abnormale Penis. Leben mit Hypospadie - Leserbeiträge. 


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Hypospadie?

Dein Penis ist nicht wie all die anderen?

Hypospadie ist eine angeborene Kondition bei der die Harnöffnung des Penises nicht an der Spitze ist, sondern irgendwo entlang des Schaftes, zwischen Spitze und Basis, zu liegen kommt. Ausserdem kommt es bei Hypospadie auch oft zu einer Verkrümmung des Penises, was ihm ein hackenförmiges Aussehen gibt, weil die Eichel sich nach unten biegt und die Vorhaut unvollständig ist. Im Moment gibt es nicht sehr viel Information über diese Kondition am Web, aber ich hoffe, dass diese Seite all jenen hilft, die mit Hypospadie leben. Hypospadie mag nicht sehr bekannt sein, aber für die Männer, die damit leben, können die Folgen verheerend sein. Hypospadie betrifft die Wurzel unserer Männlichkeit, und wie ich auch auf der Seite über Penisgössen schreibe, ist es für die meisten Männer ungemein wichtig, sich mit dem Rest vergleichen zu können.

Der folgende Text wurde von einem Mann mit persönlicher Erfahrung über Hypospadie geschrieben.


Was ist Hypospadie?

Um es kurz zu sagen, Hypospadie ist eine Kondition bei der sich der Penis nicht normal entwickelt. Das Ergebnis ist, dass die Harnöffnung (oder in medizischen Fachausdrücken der Meatus urethrae) irgendwo an der Unterseite des Penises gelegen ist, entweder an der Unterseite der Glans, entlang des Schaftes, oder sogar so weit zurück wie die Basis des Penises, wo der Hodensack beginnt. Zusätzlich entwickelt sich in manchen Fällen die Vorhaut nicht vollständig, stattdessen bildet sie eine Kappe über die Glans welche sogar mit dieser verwachsen sein kann. Die Glans selbst kann abgeflacht sein oder kann einen Spalt an der Unterseite aufweisen. In manchen Fällen ist der Kopf des Penises nach unten gebogen, weil das Gewebe im Schaft verkürzt oder verwachsen ist, eine Kondition, die sich Chorda nennt. Letztlich kann bei Hypospadie auch eine Drehung des Penisschaftes vorliegen, wodurch die Glans zur Seite gedreht wird.

Warum ensteht Hypospadie?

Schwer zu sagen, es gibt allerdings einige Vermutungen. Während der Entwicklung eines männlichen Kleinkindes ist es unbedingt notwenig, dass in einer bestimmten Phase des Wachstums, zwischen der 6. Und 8. Woche nach der Empfängnis, seine Gewebe Testosteron produzieren. Falls dies nicht geschieht, oder aus verschiedenen Gründen eine Testosteron Insensivität vorliegt, wird die physische Entwicklung des Kleinkindes nicht normal verlaufen. In leichteren Fällen bedeutet dies, dass sich Hypospadie als Spalt an der Unterseite der Glans bemerkbar macht. In schweren Fällen kann es zu einer zwischengeschlechtlichen Kondition führen, bei der das Kind mit einer Mischung von weiblichen und männlichen Charakteriska geboren wird.

Was sind die Ursachen für Hypospadie?

Erstens kann eine genetische Mutation vorliegen, wodurch die Gewebe des männlichen Kleinkindes insensitiv zu Testosteron sind. Es gibt eine Reihe von verschiedenen Mutationen, die sich in Schwere unterscheiden, was zu verschiedenen Abstufungen von Androgen Insensitivität (wie es die Ärzte nennen) führt. Offensichtlich, je grösser die Insensivität zu Testosteron, desto schwerer die physischen Merkmale der Kondition. Ausserdem können sich für jeden Mann mit Androgen Insensivität während der Pupertät Probleme ergeben, wenn seine Hoden anfangen mehr Testosteron zu produzieren. Die genetischen Mutationen befinden sich am X-Chromosom, was von der Mutter vererbt wird. Dadurch kann es ein, dass der Vater eines Knaben mit Hypospadie selbst nicht betroffen ist, obwohl ein Bruder der Mutter die Kondition aufweist.

In extremen Fällen von Androgen Insensivität, einer Kondition die sich 'Testicular Feminisation Syndrome' oder 'Androgen Insensivity Syndrome' nennt, hat ein Kleinkind das männliche Chromosom, aber seine Gewebe sind unempfindlich zu Testosteron und das Baby entwickelt sich als weiblich, obwohl keine Eierstöcke oder Uterus vorliegen. Es gibt einige Bücher, die von Leuten geschrieben worden sind, die mit dieser Kondition aufgewachsen sind, einige wirklich sehr berührende Darstellungen …..tja, bin am Abschweifen.

Eine weitere Ursache von Hypospadie, wie einige Wissenschaftler glauben, könnte sein, dass der Mutter während der Schwangerschaft Östrogene gegeben wurden, was den Prozess der männlichen Entwicklung des Kleinkindes beeinträchtigen würde. Dies hört sich glaubhaft an, da Östrogen das Wirken von Testosteron auf die Zellen des männlichen Körpers beeinträchtigt. Das Problem, dem wir uns damit gegenüber sehen, ist, dass einige Chemikalien, die wir im jetzigen Zeitalter verwenden, die Wirkung von natürlichen Östrogenen im Körper nachahmen. Einige der Bösewichter sind Polymerate, die in verschiedenen Typen von Plastik verwendet werden, weiters wirken einige Pestizide wie Östrogene, und ebenso einige Chemikalien, die bei der Verbrennung von Müll anfallen. Eine weitere Quelle von Östrogenen in der Umwelt ist die Häufigkeit von Östrogen im Abwasser durch die Benutzung der Verhütungspille.

Um die Wahrheit zu sagen, die ganze Sache ist kompliziert. Allerdings, falls andere Faktoren vorliegen, wie etwa das Klinefelter Syndrom, liegen normalerweise genug Indikationen für eine klare Diagnose vor. Damit werden wir in leichten Fällen von Hypospadie wohl nie eine klare Erklärung finden was schief gelaufen ist.

Natürlich, falls man in der Medzin für Faktoren sucht die zusammen auftreten, kann man immer Korrelationen zwischen verschiedenen Variablen finden. Allerdings heisst das nicht, dass es einen kausalen Zusammenhang gibt. Andrerseits möchte ich hier einige dieser Korrelationen nennen, vielleicht einfach nur um das Bild zu vervollständigen. Im März 2001 berichtete das Journal of Urology von einer Studie anhand derer ältere Frauen ein höheres Risiko tragen, ein männliches Kleinkind mit schwerer Hypospadie auf die Welt zu bringen. Das Risiko ist natürlich insgesamt gering, andrerseits zeigen die Ergebnisse, dass Frauen im Alter von 35 Jahren oder älter ein 20% höheres Risiko tragen ein Baby mit schwerer Hypospadie zu haben. Die Wissenschaftler analysierten das Vorkommen von Hypospadie in Korrelation mit dem Alter der Mutter im Staate New York und Kalifornia zwischen 1983 und 1996. Die Untersuchungen fanden 1.2 bis 3.1 Fälle von Hyperspadie per 1000 Frauen unter 20 Jahren und 1.8 bis 3.7 Fälle von Hyperspadie per 1000 Frauen im Alter von 35 Jahren oder älter. Dr. Harry Fischer, einer der Authoren, sagte: 'Das Alter der Mutter könnte der wichigste Faktor in der Entwicklung von Hypospadie sein, nach dem genetischen Profil des Vaters und der Mutter.' Journal of Urology 2001. Volume 165: pages 934-936.

Und um es noch komplizierter zu machen, und auch um zu zeigen welche andere, seltsamen Korrelationen zwischen Hypospadie und anderen Faktoren gefunden worden sind (natürlich können diese Korrelationen auch purer Zufall sein), eine weiterer Vorschlag, der erst kürzlich zum Thema Hypospadie gemacht worden ist: Dieser besagt, dass Mütter, die sich vegetarisch ernähren, eine grössere Wahrscheinlichkeit aufweisen, dass ihre männlichen Kleinkinder mit Hypospadie zur Welt kommen. In der Tabelle weiter unten gebe ich Links zu verschiedenen Artikeln, die diese Hypothese vertreten. Meine persönliche Meinung darüber ist, dass wir einfach nicht genug Beweise haben um eine Verbindung herstellen zu können. Es ist möglich, dass es eine gemeinsache Ursache für beide Phenomene gibt, zum Beispiel, dass die Frauen, die sich für Vegetarismus interessieren, dies aus einem unbekannten psychologischen Grund tun und dieser für die Hypospadie verantwortlich ist, und nicht die vegetarische Ernährung der Hypospadie zu Grunde liegt.

Eine weitere, bizarre Tatsache, die viel mehr bekannt sein sollte, ist, dass ein Medikament, dass sich Propecia nennt und entwickelt wurde um den Haarausfall in älteren Männern wieder gut zu machen, Hypospadie verursachen kann, wenn es von einer schwangeren Frau geschluckt wird. Es wirkt für Männer mit Glatze durch die Inhibierung der Verwandlung von Testosteron zu einem seiner mehr activen Derivate, DHT, welches im Fötus für die Entwicklung der wichtigesten physischen Merkmale eines Mannes verantwortlich ist. Falls Du mehr über dieses Medikament, dass von der FDA (Food and Drug Agency, USA) geprüft worden ist, wissen willst, ich führe einige Links in der Tabelle weiter unten an. Der wichtigste Punkt ist wohl, dass das männliche Reproduktionssystem empfindlich ist, und dass seine normale Entwicklung leicht gestört werden kann.

Wie entwickelt sich Hypospadie?

 Während der Entwicklung eines männlichen Kleinkindes falten sich 2 Gewebe zusammen und verschmelzen entlang der Länge des Penises um den Harnleiter zu bilden. Falls dieser Fusionsprozess endet bevor er die Spitze des Penises erreicht, wird sich der Harnleiter an der falschen Stelle öffnen. Falls die Fusion knapp unter der Spitze des Penises endet, wird sich der Harnleiter an der Unterseite der Eichel öffnen. Falls der Fusionsprozess ein wenig früher endet, kann die Harnöffnung im Bereich der Kranzfurch zu liegen kommen, was man coronale Hypospadie nennt (Hypospadia coronaria). Dies sind die leichteren Formen der Hypospadie, welche allerdings auch all die anderen oben genannten Merkmale von Hypospadie aufweisen können. Ausserdem ist manchmal die Haut über dem Harnleiter entlang des Schaftes nur hauchdünn. In schwereren Fällen entwickelt sich der Harnleiter nur bis zur Basis des Penisschaftes, wodurch der ganze Penis gekrümmt wird, weil die Furche, in der sich der Harnleiter entwickelt hat, kürzer ist als der Penis selbst.

Wie oft kommt Hypospadie vor?

Ist auch schwer zu sagen. Ich habe Schätzungen von 1 in 100 bis 1 in 1000 männlichen Kleinkindern gefunden. Was andrerseits klar zu sein scheint ist, dass die Häufigkeit des Auftretens von Hypospadie zunimmt, genauso wie die steigende Rate von Infertilität in Männern und die Verminderung der Spermqualität im allgemeinen. Wissenschaftler vermuten, dass sich diese Anomalien des männlichen Reproduktionssystems über die letzten 25 Jahre verdoppelt haben. Und generell werden als Ursache dafür das Vorkommen von Östrogenen in der Umwelt angesehen. Die höchste geschätzte Rate des Vorkommens von Hypospadie habe ich bei 1 in 100 Geburten von männlichen Babies gefunden.

Was kann man gegen Hypospadie tun?

ie derzeitige medizinische Ansicht ist, dass es ratsam ist, fallsnicht anders indiziert, korrektive Chirurgie beim Auftreten dieser Kondition so bald wie möglich durchzuführen - sicherlich in den ersten zwei Lebensjahren nach der Geburt. Chirurgie wird geraten, falls schwere Hypospadie vorliegt, ein Fall von Entstellung, oder die Harnöffnung so weit hinten liegt, dass der Knabe sich zum Urinieren hinsetzen muss, was zu einem schweren psychologischen Problem führen kann, besonders während der Schulzeit. Weiters wird Chirurgie angeraten, wenn es zu häufigen Infektionen des Harntraktes kommt. In den Händen eines guten Kinderchirurgen sind die Chancen eines guten Ausgangs dieser Operation sehr gut, allerdings kommt es in einigen Fällen zu Komplikationen, wie der Bildung von Fisteln im Harntrakt oder Vernarbungen, was inmanchen Fällen die Grösse des Penises weiter verringern kann.

Für die schwereren Fälle von abweichender Sexualentwicklung hat sich die Intersex Gesellschaft in Nordamerika sehr stark dafür ausgesprochen, dass man mit chirurgischen Eingriffen abwarten sollte, bis der Betroffene alt genug ist um selbst eine Entscheidung über mögliche Eingriffe treffen zu können. Obwohl ich diese Ansicht theoretisch auch unterstütze, glaube ich nicht, dass verantwortliche Eltern oder ein verantwortlicher Kinderchirurgie mit der Korrektur von durchschnittlicher oder schwerer Hypospadie bei einem klar als Knaben zu erkennenden Kleinkind warten würde, und damit das Kind den psychologischen Folgen seiner Kondition während seines Heranwachsens ausliefern würde. Die Frage ob Chrirurgie oder nicht Chirurgie ist schwerer zu beantworten, wenn die Hypospadie nur leicht auftritt. Soll Chirurgie durchgeführt werden aus reinen kosmetischen Gründen? Ein Penis mit leichter Hypospadie sollte voll funktionsfähig sein und seinem Eigentümer alle sexuellen Freuden bescheren. Falls der Penis obendrein Spermien in den Körper des Partners deponieren kann, mag das Risiko einer Operation nicht gerechtfertigt sein. Andrerseits habe ich mehrere Männer mit leichter Hypospadie getroffen, bei denen keine korrektive Chirurgie vorgenommen worden ist, und die unter den psychologischen Folgen wie Verdrehung des Penises, Problemen mit Penisgrösse (zu klein, meine ich damit), den psychologischen Auswirkungen von Schulzeit und Umkleideräumen, Urinieren mit anderen Männeren in öffentlichen Toiletten, und generell ein Gefühl 'anders' zu sein, sehr gelitten haben und deshalb nie wirklich eine erfolgreich Langzeitbeziehung, ob homo oder hetero, aufbauen konnten.

Vielleicht ist es am Wichtigsten am Ende einen Arzt zu finden dem man vertraut - Eltern eines Kleinkindes sollten nach einem Kinderchirurgen suchen, ältere Knaben brauchen einen Urologen. Du solltest sicher gehen, dass der Arzt Deiner Wahl Erfahrung mit Hypospadie besitzt und habe keine Scheu sie oder ihn das auch zu fragen. Jeder Arzt, der seine Patienten respektiert, wird wissen wie wichtig es ist, zu wissen in welchen Händen man sich befindet. Und einem Arzt der seine Patienten nicht respektiert, würde ich nicht wirklich vertrauen wollen.

Was ist normalerweise das Ergebnis von Hypospadie?

Sehr viel hängt von den psychologischen Faktoren ab. Manche Männer kommen über die schwierigsten Probleme hinweg, andere tun sich etwas schwerer. Der Mann, der mich von allen, die ich kennen gelernt habe, am meisten beeindruckt hat, wurde 1940 mit einem Penis, der nicht wirklich der Rede wert war, und nur einem Hoden geboren. Eine Operation wurde durchgeführt, nachdem sein Vater vom Krieg heim gekommen war und herausgefunden hatte, was mit seinem dann schon 5-jährigen Sohn nicht stimmte. Die damaligen medizinischen Techniken ermöglichten es nur, dass der Knabe zu einem Mann heran wuchs mit einem Penis von ungefähr 2.5 cm wenn schlaff und vielleicht 4 cm wenn hart, einem nicht funktionalen Hoden, und auf lebenslänglicher Hormon-ersatztherapie. Er konnte im Stehen pinkeln, andrerseits wurde während der Operation haartragendes Hautgewebe zur Rekonstruktion verwendet und er musste seinen Penis jede Woche rasieren. Er hatte normale Orgasmen, konnte seinen Partner aber nicht penetrieren und hatte keine Spermien auszustossen. Trotz all dieser Sxhwierigkeiten hatte er sich eine sehr gute Karriere aufgebaut, hatte geheiratet und lebte gemütlich mit zwei adoptierten Kindern. Im Gegensatz dazu habe ich Männer getroffen, die es fast unmöglich fanden mit weniger extremen Schwierigkeiten zu leben. Wie Du siehst lassen sich einfach keine Generalisierungen machen.

Die beste Antwort scheint mir zu sein, dass Männer, die zu sexueller Erfüllung fähig sind, halbwegs glücklich sind und eine enge Beziehung mit einem Partner aufbauen können, nicht unbedingt unter den Folgen ihrer Hypospadie leiden müssen. Aber das ist einfacher gesagt, denn getan. Ich habe im Web einige verzweifelte Nachrichten auf verschiedenen Anschlagetafeln gefunden. Eine davon war von einem 14 jährigen, der augenscheinlich niemanden hatte mit dem er über sein Problem sprechen konnte und der sich damit völlig allein fühlte. Er hatte keine korrektive Operation erhalten und er sagte, dass sein Penis 'wie ein J war' (Nach unten gekrümmt in einer klassischen Chorda Bildung). 'Ich muss mich zum Pinkeln hinsetzen, weil es überall hin spritzt, die Vorhaut lässt sich nicht ganz zurück ziehen, ich bin verzweifelt und es ist mir zu peinlich mit irgend jemandem drüber zu reden.' Eine andere Nachricht stammte von einem Mann, der als Erwachsener 9 Operationen hatte um seine Kondition richtig zu stellen, und welche letztlich alle erfolglos waren. Obwohl sein Penis am Ende kleiner war als am Anfang (durch Vernarbungen) sagte er: 'Ich bin froh, dass ich es probiert habe und wenigstens fühlte ich mich für ein paar Monate normal, weil ich im Stehen pinkeln konnte.' Ein dritter Mann schrieb mir und meinte: 'Meine Hypospadie ist nicht wirklich ein Problem, mehr eine "Situation". Niemand hat mir jemals erklärt, was mit meinem Penis los war. Ich wusste nur er war "gekrümmt" und der Harnleiter sitzt in der Kranzfurche, wo normalerweise das Bändchen ist. Es sieht so aus, als hätte ich Narben an der Basis meines Penises und ein nicht funktionierendes 'Auge', wo normalerweise der Harnleiter endet. Soweit ich durch eigene Inspektionen und durch die Erinnerung an eine medizinische Untersuchung als ich 8 Jahre alt war beurteilen kann, hat sich mein Harnleiter nicht vollständig gebildet vor meiner Geburt, und er könnte chirurgisch korregiert worden sein. Gottseidank richtet meine Harnöffnung den Strahl nach vorne und nicht nach unten. Die Eichel meines Penises bildet eine Art Kappe. Ich scheine kein Bändchen zu besitzen und keine Vorhaut an der Unterseite meines Penises, obwohl das Gebiet an der Basis der Eichel an der Oberseite die Reste einer Vorhaut aufweist. Ich wurde 1956 in Sydney Australia geboren, und bin jetzt 44 Jahre alt. Ich kann normal urinieren und ejakulieren und meine Erektionen scheinen nicht betroffen zu sein.'

Deine Geschichte bitte!

Tja, möchtest Du auch Deine Hypospadie Geschichte, weder als Knabe, Mann, Elternteil, homo, hetero oder was auch immer, hier am Web mit anderen teilen? Es ist nicht wichtig, ob deine Hypospadie leicht oder schwer ist, Deine Geschichte wird sicher jemand anders helfen. Und falls Du auch Bilder schicken möchtest, umso besser. Männer sehen sehr selten einen anderen Penis mit derselben Kondition, selbst wenn sie schwul sind.  Am Ende dieser Seite nach den weiteren Kontaktadressen sind einige Berichte über leben mit Hypospadie, die sehr interessant zu lesen sind und immer wieder über dieselben psychologischen Probleme schreiben, sich anders fühlen als alle anderen und die Isolierung, die dadurch entsteht.


Links zu deutschsprachigen Webseiten:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hypospadie


Weitere Kontakte (Links)

Es gibt einige Yahoo! Klubs die dem Thema Hypospadie gewidmet sind, wo Du Nachrichten mit anderen mit diesem Problem austauschen kannst.

Ich kann Dir diese Selbsthilfegruppen nur wärmstens empfehlen. Diese Gruppen sind genau was jemand mit Hypospadie braucht um ein gutes Selbstwertgefühl aufzubauen und Unterstützung von anderen zu erhalten! 

Hypospadie Assoziation Diskussions Forum

 

 

 

 

 

 

Yahoo! Klub der Hypospadie Assoziation, eine Vereinigung für Männer mit Hypospadie, Eltern von Kindern nit Hypospadie, medizinischen Fachkräften, die sich für Hypospadie interessieren, und Partnern von Männeren mit Hypospadie. Enthält ein Archiv von alten Mitteilungen, jede Menge Photos und Links zu anderen interessanten Seiten, mit einer Liste von Chirurgen, die wissen was sie tun - was leider eher selten vorkommt. Eine sichere Umgebung mit hilfreichen Leuten für all, die über Hypospadie reden wollen, ob als Elternteil, Knabe oder Mann. Die Assoziation ermutigt offene Diskussionen über verschiedene Themen wie emotionale und sexuelle Entwicklung, Beziehungen, Erziehung, Chirurgie, und Kommunikation. 

Die Assoziation hat auch eine Web Seite mit Empfehlungen für Chirurgen, persönlichen Erfahrungsberichten und Information über kommende Konferenzen über Hypospadie. Du wirst keine Yahoo ID brauchen um diese Web Seite anschauen zu können.

Mütter und Väter von Knaben mit Hypospadie Selbsthilfegruppe bei Yahoo Klubs

 

Eine Selbsthilfegruppe bei Yahoo! Klubs für Mütter und Väter von Knaben mit Hypospadie. Wie der Gründer selbst sagt: 'Mein Sohn wurde mit Hypospadie geboren und mit 7 Monaten operiert und dann nochmals mit 7 Jahren, was mit ein wenig Unterstützung alles viel leichter war, und dafür ist dieser Klub hier.'
Yahoo! Gruppen Hypospadie Klub Yahoo! Gruppen Selbsthilfegruppe für Hypospadie (Hauptsächlich für Eltern von Knaben mit dieser Kondition). Eine sehr eng zusammen gewachsene Gruppe. (Falls nicht bekannt, dies ist die alte 'Egroups', die von Yahoo! übernommen worden ist. Vielleicht übernimmt Yahoo! ja bald auch den Rest der Welt.)

 


Erfahrungsberichte über Hypospadie von Lesern dieser Web Seite.

Ein persönlicher Bericht über das Leben mit Hypospadie. Der Author ist 31 Jahre alt und lebt in den USA.

Ich wurde mit einem Harnleiter geboren, der sich ungefähr auf halber Höhe zwischen Eichel und Basis am Schaft öffnete. Ausserdem hatte ich die klassische Kappe und eine leichte Chordabildung. Mein Penis sah dem Bild einer 'Koronalen Hypospadie' sehr ähnlich, abgesehen davon, dass meine Harnöffnung weiter unten am Schaft zu liegen kam. Ich hatte eine Furche in der Eichel, wo normalerweise die Harnöffnung hätte sein sollen, allerdings war die Furche etwas zur Unterseite der Eichel verschoben. Es lag keine Verdrehung meines Penises vor. Als Erwachsener blieb eine sehr leichte, aber bemerkbare, Chordabildung erhalten. (Ich weiss nicht, ob die Chorda chirurgisch verändert worden ist, oder ob sie sich unter natürlichen Umständen so verändert hat.)

Als Kind, sobald mir bewusst war, dass ich anders war, wurde mein Penis ein Problem für mich. Ich kann mich erinnern, als Kind dachte ich, ich könnte vielleicht ein Loch stechen an der Stelle wo meine Harnöffnung hätte sein sollen und so das Problem selbst lösen können. Der damit verbundene Schmerz brachte mich schnell wieder von dieser Idee ab. Ich war frustriert über die Tatsache, dass ich anders war. Kinder sind nun mal nicht dafür ausgerüstet mit den Unfairheiten des Lebens umzugehen.

Obwohl meine sexuelle Orientierung hetero ist, habe ich bis heute eine Neugier und Faszination mit dem normalen Penis behalten. Diese Neugier zeigte sich bei mir als Kind in Spielen wie 'Zeig mir deins und ich zeig dir meins' mit Knaben meines Alters. Sexspiele mit anderen Knaben dauerten nur bis zur Pubertät an, andererseits beeinflussen sie mich noch heute, da die Erinnerungen an diese Interaktionen noch immer sehr stark sind. Das Gefühl, das mit diesen Erinnerungen verbunden ist, ist nicht sexuelles Verlangen, sondern Neid und Eifersucht. Als Erwachsener habe ich noch immer ab und zu diese Gefühle, wenn ich Abbildungen von normalen Penisen sehe. Dies hat mir auch einiges Kopfzerbrechen bereitet als ich mich fragte, was normal oder akzeptabel in bezug auf Faszination mit Penisen für einen heterosexuellen Mann war. Das Beste was mir dazu heute einfällt ist, dass es wohl zu erwarten ist von jemandem in meiner Situation. Ein Verhaltensmuster bei dem ich die andere erforsche und ihr nicht erlaube mich zu erforschen, gibt es noch immer für mich in meinen jetzigen sexuellen Interaktionen mit Frauen. Obwohl ich chirurgisch 'korregiert' worden bin, sehe ich mich oft noch immer als kleiner Junge mit einem deformierten, 'hässlichen' Penis.

Nach meiner kompletten Korrektur im Alter von 22 Jahren wechselte ich meine Partner ständig. Dies hing mit der Idee zusammen, dass, wenn ich ein brauchbarer Sexualpartner war, dies meinen Wert als Mann bestätigen würde. Ich habe Dutzende von Partnern gehabt in meinem Leben, und da zähle ich nur jene mit denen ich vollen Geschlechtsverkehr hatte. Ich habe keine Ahnung mit wie vielen ich sonst noch herumgeschmust habe. Anstatt selbstsicherer und glücklicher zu werden, schädigte mich dieses Verhalten, ich wurde unsicherer, sehr liebesbedürftig und hatte keine Ahnung wie ich eine enge Beziehung aufbauen konnte. Vielleicht lerne ich ja sehr langsam, ich habe nur sehr lange gebraucht um zu lernen, dass mir ficken nicht hilft, mich selbst mehr zu akzeptieren. Besser spät als nie! Im Moment bin ich enthaltsam durch meine eigene Wahl und ich hoffe ich kann eine richtige enge Beziehung mit einer Frau aufbauen in der ich meine Sexualität teilen kann, anstatt zuerst zu ficken und zu hoffen, dass die Liebe später nachkommt. Ich freue mich schreiben zu können, dass meine Unsicherheit und Liebesbedürftigkeit langsam nachlassen, weil ich gute und respektvolle Beziehungen zu Frauen aufbaue. Seltsam wie sich alles entwickelt… interessant ist nämlich, dass von den 3 wirlklich liebenden und engen Beziehungen die ich je in meinem Leben hatte, 2 mit Frauen waren zwischen 18 und 22 Jahren. VOR meiner Korrektur!

Meine Eltern ….hmmm..das wird schwierig. Meine Eltern haben Fehler gemacht, aber ich habe ihnen vergeben, weil ich weiss, sie haben das Beste getan was ihnen möglich war. Zwei Dinge, die ich immer wusste solange ich mich erinnern kann: Dass ich adoptiert worden war und dass ich Hypospadie hatte. 'Meine' Eltern sprachen immer von meiner 'Deformation' und meinten sie hätten einen Arzt, der mich richtig machen würde, sodass ich 'normal' wäre und Kinder bekommen könnte (Wie wenn mir das damals wichtig gewesen wäre!). Mein Vater ist mittlerweile verstorben und meine Mutter 70 Jahre alt. Diese Generation sprach nicht über solche Sachen, das Thema wurde nie besprochen abgesehen von Verallgemeinerungen. Einfach Geld in die Sache werfen… oder doch die Vogel Strauss Politik anwenden und hoffen, dass sich das Problem von selbst lösen wird. Gott bewahre, dass wir eine ernsthafte Diskussion über das Thema haben sollten oder meine Meinung erfragt worden wäre, was ich denn nun von all dem hielt. Sie meinten es schon gut und ich danke ihnen auch, dass sie alles und jedes finanzierten, was das Problem in irgendeiner Weise wiedergut machen konnte.

Allerdings wuchs ich damit in einer Atmosphere auf, wo ich nichts selbst recherchierte und keine Fragen an die Ärzte stellte (genauso wenig wie meine Eltern). Als ich heranwuchs wurde mir gesagt, dass die Hypospadie die Ursache für meine Freigabe zur Adoption war und ich mich glücklich schätzen sollte, dass es eine Kondition war, die ich verbergen konnte. Immerhin konnte jemand mit einer offensichtlichen Deformation wie nur einem Bein das Problem nicht verstecken. Dieser 'Ratschlag' war ungemein destruktiv für mich. Anstatt das ich dachte, ich hätte eine kleine Abweichung von der Norm, die andere verstehen würden (immerhin war es ja nicht meine Schuld), wuchs ich auf und dachte ich hätte etwas schamhaft zu verbergen. Während ich als Kind im Bett lag und mich von Operationen erholte, hörte ich meine Eltern den Nachbarskindern erzählen, dass ich Verwandte in einer anderen Stadt besuchte. Die Schande bewirkte, dass ich meine Schuld verinnerlichte und mich mehr und mehr mit negativem beschäftigte. Der Penis ist so sehr ein definitives Zeichen von Männlichkeit, dass jedes noch so kleine Problem mit ihm schwer zu verkraften ist. Vielleicht kann ja nur jemand mit demselben Problem wirklich wissen, wie schwer es ist.

Die Operationen

Die erste Operation fand statt als ich noch ein Baby war. Ich weiss nicht genau, was diese Operation bewerkstelligen wollte, da ich nicht glaube, dass mein Harnleiter verändert worden ist (vielleicht berichtigte die Operation eine Chordabildung). Die zweite Operation fand statt als ich 11 Jahre alt war. Die Harnöffnung wurde in die Kranzfurche verlegt. Ein Teil meiner Vorhaut wurde für eine Hautröhre verwendet, die den Harnleiter bildete und der Rest meiner Vorhaut wurde einfach mit der Basis meines Penises vernäht. Man kann sich das ja jetzt vielleicht gar nicht mehr vorstellen, aber der Chirurg belies meine Vorhaut an der Seite, stülpte sie einfach über die Eichel und vernähte sie an der Unterseite des Schaftes. Das Resultat dieser Operation war, dass meine Harnöffnung in der Kranzfurche zu liegen kam und eine lose Hautfalte (ursprünglich Vorhaut) von der Basis meines Penises nach unten hängte (Und das Gebiet mit der ursprünglichen Harnöffnung überdeckte). Die lose Hautfalte schaute sehr hässlich aus. Diese Operation bescherte mir obendrein noch eine Fistel in der urspünglichen Öffnung. Wunderbar! Nun kam meine Pisse aus zwei verschiedenen Öffnungen! Ich konnte damit noch halbwegs umgehen, indem ich meinen Finger gegen die Hautfalte drückte und die Fistel verschloss.

Die dritte Operation fand statt als ich 13 war und berichtigte die Fistel. Das kosmetische Ergebnis war allerdings dasselbe, mit derselben hässlichen Hautfalte an der Basis meines Penises. Damals wurde mir gesagt: 'Das ist alles was wir für Dich tun können…das ist das Beste, was Du jemals bekommen wirst'. Ich akzeptierte das damals als Antwort und versuchte meine Kondition so gut wie möglich zu verbergen. Mit 18 wurde ich sexuell aktiv und nachdem ich mit meiner ersten Freundin Schluss gemacht hatte, zog ich mir auf einem one-night-stand Genitalwarzen zu, welche ich für Monate übersah, weil sie sich in der Haut, mit der der künstliche Harnleiter gebildet worden war, festsetzten. Letztlich ging ich doch zum Urologen um das Problem zu adressieren und dieser fragte mich warum meine Operation nie 'beendigt' worden war. Um die Sache kurz zu machen, meine vierte Operation fand statt als ich 21 war mit demselben Urologen, der nun versuchte meine Harnöffnung an die richtige Stelle zu verschieben. Die Nähte lösten sich nach nicht einmal 12 Stunden nach der Operation auf und das Resultat war schlimmer als vorher. Ich hatte nun eine grössere Harnöffnung und eine Narbe an der Eichel. Mir wurde später von einem anderen Urologen gesagt, dass die Methode, die er während der Operation verwendet hatte völlig unorthodox war und zum Scheitern verurteilt war. Ich könnte über diese ganze Sache ein Buch schreiben, wohl das Schrecklichste, was ich jemals durchgemacht habe!Die fünfte und letzte Operation wurde von einem kompetenten Urologen durchgeführt als ich 22 war. Die vierte Operation hatte die schlaffe Haut entfernt, welche in dieser Operation sehr nützlich gewesen wäre. Glücklicherweise arbeitet dieser Arzt gut mit was auch immer da war und er verlängerte den Harmleiter zur richtige Position (Vertikale Öffnung anstatt eines horizontalen Schlitzes), und entfernte einen Teil des Narbengewebes von der Eichel. Nach der Operation entwickelte sich eine weitere Fistel, dieses mal wo die Öffnung an der Kranzfurche gelegen war. Natürlich wurde diese erst entdeckt nachdem der Katheder entfernt worden war und wir adaptierten eine Idee des Landarztes, der mich zu diesem Urologen geschickt hatte. Der Forschlag war, jedes mal, wenn ich pinkeln musste einen Gummischlauch in den Harnleiter bis unter die Fistel einzuführen. (Es ist ziemlich schmerzhaft einen Schlauch in einen Harnleiter einzuführen, der gerade operiert worden ist!). Glücklicherweise heilte die Fistel von selbst und schloss sich. Ich war ziemlich verblüffd als ich erfuhr, dass der Urologie diese Methode noch nie vorher verwendet hatte um eine Fistel zu heilen und er selbst erstaunt war, dass es funktioniert hatte!

Das Endresultat

Mein Penis ist ungefähr 12 -15 cm lang wenn erregiert und die Eichel hat noch immer die typische Form der Hypospadie. Ich habe ausserdem noch eine leichte Chordabildung und die Haut am Schaft ist eng (von meinen Partnerinnen bestätigt). Es liegt eine leichte Verengung meiner Harnöffnung vor (kleine, enge Öffnung) und etwas Narbengewebe an der Eichel, was allerdings weniger ist seit der letzten Operation. Weiters habe ich Narben rund um die Kranzfurche und Haarfollikel bis zu derselben (Ich schneide die Haare an der Basis ab und zupfe welche weiter oben aus). Ich kann mit relativ gutem Ziel im Stehen pinkeln (was bei kalten Wetter schwieriger wird) und kann Geschlechtsverkehr ohne Probleme durchführen. Ejakulation ist normal, ich habe sogar mal die Spermienzahl feststellen lassen, welche normal ist. Ich habe noch nie versucht Kinder zu zeugen, bin aber froh, dass ich die Spermienzählung trotzdem gemacht habe, weil es mir ein wenig mehr Seelenfrieden gibt.

Sexualpartner, die die ganze Geschichte zu hören bekommen haben, sagten mir wie gut mein Penis ausschaut für das, was alles dran gemacht worden ist. Einige haben gemeint, dass der einzige auffällige Unterschied ist, dass die Haut am Schaft um einiges enger ist als bei anderen Penisen. Die meisten meinten, dass sie nicht wirklich was bemerkt hätten, wenn ich nichts gesagt hätte (Was ich nicht wirklich glauben kann).

Letzte Bemerkungen:

Alles zusammen genommen bin ich mit dem Endresultat zufrieden, auch wenn es sich vielleicht nicht so anhört. Ich würde nie meinen jetzigen Penis mit meinem ehemaligen tauschen wollen. Ich würde sogar all die Schmerzen nochmals durchstehen, falls notwendig. Vielleicht hört sich das ja widersprüchlich an, aber ich fühle mich noch immer sehr unsicher über das Aussehen meines Penises, obwohl viele meiner Partnerinnen gemeint haben, dass er WIRKLICH IN ORDNUNG ist! Ich habe ihnen trotzdem oft nicht geglaubt. Zum Beispiel ….. falls eine übergewichtige Frau Dich fragt, ob sie dick ist, was würdest Du sagen?… Ja? Natürlich nicht! Du würdest um den heissen Brei herumreden und ihr alles andere als die Wahrheit sagen (oder so würde ich es halt machen). Warum ich noch immer glaube, ich muss mit irgendeinem Standard mithalten, weiss ich wirklich nicht, aber das ist nunmal so.

Das Problem mit meiner Unsicherheit war und ist ein ziemliches auf und ab….manchmal denke ich mir ich bin ok…manchmal nicht. Die grösste Verbesserung in meiner Unsicherheit kam mit der Veränderung meines Sexualverhaltens und der MÖGLICHKEIT ÜBER DAS PROBLEM MIT ANDEREN REDEN ZU KÖNNEN! Dadurch habe ich meine Scham verloren und meine Kondition wurde wieder ein natürliches Unglück, dass nicht meine Schuld war und das kein grosses Geheimnis sein muss.

Als Teenager habe ich mit einem Gewichtsproblem gekämpft und als junger Erwachsener mit Alkohol und Drogenproblemen. Natürlich kann ich daran nicht meiner Hypospadie die Schuld geben, andrerseits hat meine Kondition sicher mitgeholfen. Ich bin nun schon seit 6 Jahren nüchtern. Das ist ein wichtiger Teil meiner Geschichte, da ich ansonsten mein Verhalten nicht hätte ändern können und dem Problem rund um meine Drogenabhängigkeit nicht ins Auge hätte sehen können (Zugegebenerweise selbst in nüchternem Zustand ein langsamer Prozess). Vielleicht hat jemand der diese Geschichte liest, Hypospadie (oder kennt jemanden der es hat) und kann sich vorstellen wie es ist. Falls ja, dann war es wert dies alles nieder zu schreiben. Es ist wichtig für uns alle, die unter dieser Kondition leiden, zu wissen, dass wir nicht alleine sind und dass sich andere genauso fühlen. Ich empfehle es keinem sich unnötigerweise operieren zu lassen, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Falls Du Dich für die Operation entscheidest, sei nicht zu zurückhaltend und checke die Erfahrung Deines Chirugen, stelle Fragen und lass Dir Empfehlungen geben. In den USA kannst Du die Resultate jedes Chrirugen auf der AMA hompage anschauen. Ausserdem ist es keine Schande einen Therapeuten zu suchen, der Dir mit den emotionalen Problemen dieser Kondition weiterhelfen kann. Beste Wünsche an alle.

Ein weiterer Leserbericht

Ich möchte meine eigene Hypospadiegeschichte mit allen Männern teilen, die sich über ihren Penis schämen. Bei meiner Geburt bemerkten die Ärzte, dass ich unter schwerer Hypospadie leidete, wobei die Harnöffnung ungefähr auf halber Höhe zwischen Hodensack und Eichel am Schaft zu liegen kam. Ich hatte 4 Operationen als Kind um das Problem zu reparieren, und es schaute so aus als wäre alles in Ordnung während der nächsten 12 Jahre. Mein Penis war normal geformt, konnte hart werden, und schaute wirklich wie alle anderen aus.

Als ich mich sexuell entwickelte während der Pubertät, verursachte das Wachstum meines Penises einen Riss in der chirurgisch reparierten Haut an der Basis meines Penises, wobei sich einige Fistel oder Löcher zeigten. Obwohl ich eine 'echte' Harnöffnung an der Spitze meines Penises besass, hatte ich auch einige Öffnungen an der Basis. Das bewirkte, dass Urin auch an der Basis auslief beim Pinkeln, was alles auf meine Hose ging. Diese Peinlichkeitzwang mich, mich zum Pinkeln hinzusetzen. Es war mir zu peinlich darüber mit meinen Eltern zu reden, und ich ging Frauen aus dem Weg bis ich 17 Jahre alt war, weil ich dachte, sollte ich jemals in die Situation kommen wo ich ejakulieren würde, würde ein Teil der Spermien auch an der Basis rausspritzen. Ich dachte mir, Fauen würden sich denken ich bin abnormal. Nach vielen erniedrigenden Jahren, machte ich endlich einen Termin mit einem Urologen. Er operierte mich um die Löcher im Harnleiter zu reparieren. Dies involvierte ein Hauttransplant von meinem Hodensack, welches an meinem Penis angenäht wurde. Das ganze hielt für ein Jahr, dann starb die neue Haut ab und ich war wieder zurück am Start.

Und hier ist die gute Nachricht. Als ich ungefähr 19 war, beschloss ich das ganze Thema zu vergessen und begann mich mit Frauen zu treffen. Ich fand heraus, dass, wenn eine Situation entstand (oraler Sex) wo sie die Narben und Löcher an meinem Penis sehen konnte, die Frauen nicht verängstigt sondern neugierig waren. Wenn ich erklärte, dass meine Kondition gar nicht so selten war in männlichen Kindern, kümmerten sich die Frauen meistens nicht weiter darum und setzten mit ihren sexuellen Bemühungen fort. Das stärkte mein Selbstbewusstsein ungemein. Heute bin ich 22 Jahre alt und im zweiten Jahr meines Medizinstudiums. Ich laufe noch immer aus, aber ich habe Wege erfunden wie ich im Stehen pinkeln kann ohne auf meine Hosen zu tröpfeln. Meine Verlobte macht nun sogar Spiele mit meinen Fisteln. Wenn wir oralen Sex haben, kann sie die Penisspitze mit ihrem Mund zudrücken, wodurch aller Samen an der Basis ausläuft und sie es nicht schlucken muss, und ich kann trotzdem in ihrem Mund kommen. Kann also nur gewinnen!

Mein Penis ist ausserdem durch die Hypospadie nur 11 cm lang wenn erregiert und trotzdem ist meine Verlobte sehr zufrieden mit meinen sexuellen Leistungen. Hypospadie muss einem nicht das Selbstvertrauen stehlen und ein kleinerer Penis kann für Frauen auch genussvoller sein durch die grössere physische Nähe, die mit einem kleineren Penis möglich ist, und die grössere Kontrolle die Mann hat wenn eingeführt.

'Ein Hypospadie-Überlebender'

Noch ein persönlicher Bericht von einem Leser dieser Webseite:

Es mag ja vielleicht überflüssig sein, das hier zu betonen, ich will es trotzdem nochmals sagen: Wenn es zur sexuellen Identität eines Mannes kommt, ist sein Penis natürlich der wichtigste Körperteil (Abgesehen vielleicht vom Hirn, die meisten Männer haben aber kein Problem mit ihren Gehirnen). Die Auswirkungen einer Deformation des Penises sind daher sehr nachdrücklich auf vielen Ebenen.

Jeder Knabe, der mit einem abnormalen Penis geboren wird, wird sich als fundamental anders sehen, als alle anderen Knaben und Männer. Alle Männer mit Hypospadie, die ich je getroffen habe, haben mir bestätigt, dass sie sich immer als unterschiedlich von allen anderen gefühlt haben. Die meisten haben über die Jahre auch mit schweren Depressionen und Angstzuständen gekämpft, und darüber hinaus mit Einsamkeit und Isolation.

Ich frage mich manchmal wie sich Männer mit dieser Kondition abfinden und trotzdem weitermachen. Die Antwort ist natürlich dieselbe für alle Leute die unter einer Kondition leiden, die ihre Identität angreift. Sie kämpfen sich durch, allerdings belastet mit einem Gefühl des Andersseins, des Nicht-gut-genug-seins und ohne Selbstvertrauen. Für mich ist es wahr zu sagen, dass meine Hypospadie mein Leben bestimmt hat. Über Jahre hinaus habe ich sexuelle Begegnungen mit Frauen vermieden, weil ich entsetzliche Angst davor hatte ungenügend oder anders zu sein, und im schlimmsten Falle ausgelacht zu werden. Es war einfacher für mich mit anderen Männern auszukommen, schliesslich war ich ja ein Mann, wenn auch einer der ein wenig anders war als alle anderen. Es stimmt auch, dass ich über Jahre hinaus an den Formen und Grössen der Penisen von anderen Männern interessiert war, wahrscheinlich weil ich mich mit 'normalen' Männern vergleichen wollte. Das Problem war nur, dass ich nie wirklich jemand gefunden habe mit dem ich mich vergleichen konnte, und all die gestohlenen Blicke in den Umkleidekabinen von Schwimmbäder - während ich sehr vorsichtig war, dass niemand meinen eigenen Penis sehen konnte - hat natürlich nichts getan ausser mein Gefühl, dass ich anders und inadequat war, zu verstärken.

Ich wurde nicht nur mit einem Penis mit Hypospadie geboren, sondern auch mit einem relativ kleinen Exemplar. Das hat mir zwei Probleme aufgegeben, nicht nur die Sache mit der Grösse über die sich alle Männer sorgen, sondern auch die Abnormalität, welche in meinem Falle recht gross war. Ich habe die relativ häufige Kondition einer kappenartigen Vorhaut, die sich nur halb über die Eichel ausdehnt. Obwohl ich es nicht wusste als ich aufwuchs, war diese verdrehte Vorhaut sogar mit der Oberfläche der Eichel verwachsen, eine Verbindung die sich in meiner Entwicklung nicht gelöst hatte. Diese Verwachsung wurde operativ gelöst als ich 14 war, und da ich noch nie vorher einen normalen Penis näher untersucht hatte, dachte ich meiner würde seine Einzelteile zerfallen! Ich glaube, ich bin über diesen Schock relativ schnell hinweg gekommen, aber die späte Loslösung der Verwachsung verursachte mir eine sehr übersensitive Eichel, die natürlich nicht richtig von einer Vorhaut abgedeckt wird.

Zusätzlich ist der Schaft meines Penises um etwa 60 Grad zwischen Basis und Spitze verdreht. Die Verdrehung ist abhängig von der Temperatur und der dem daraus resultierenden Grad von Zusammenziehung und dem Grad der Erregierung meines Penises - wenn er erregiert ist ist er halbwegs grade. Trotzdem ist all dies auch ein ständiger Beweis, dass ich andersartig geboren worden bin. Es wird Euch wahrscheinlich nicht verwundern, dass es mir ein Horror war mich in Umkleidekabinen in der Schule auszuziehen - Eine Qual an die ich mich noch heute mit Schaudern erinnere. Jeden Tag, an dem wir uns in den Umkleidekabinen umziehen mussten, verbrachte ich in einem nervösen Angstzustand, dass jemand herausfinden würde, dass mein Penis abnormal und zu klein war. Dies ist wirklich in einigen Fällen vorgekommen und hat meinem Selbstvertauen sicher nicht gut getan. Falls ich heute einen Sohn hätte mit dieser Kondition, würde ich mir ernsthaft überlegen ihn aus medizinischen Gründen vom Sport zu befreien (sollte er das wollen), damit er keine Angst davor haben muss öffentlich erniedrigt zu werden. Es hat mich eine Ewigkeit gedauert, bis ich endlich eine sexuelle Beziehung mit jemand anders aufgebaut habe, und diese war mit einem Mann. Es war mir unmöglich mich der Angst, dass eine Frau mich als unmännlich finden würde, ins Auge zu sehen.

Ich hätte es mir wohl denken können, dass Frauen mich sicher nicht ausgelacht hätten; ich dachte mir nur, dass es für einen Mann meine Deformation in so einem essentiellen Teil einfacher zu verstehen war. So habe ich über Jahre hinaus Beziehungen mit Männern gehabt, und obwohl das recht befriedigend war, wird es Euch vielleicht nicht wundern, dass nachdem ich es endlich mit einer Frau so weit gebracht hatte, dies das schönste Erlbenis in meinem Leben war.

Das heisst nun leider nicht, dass ich mit den Auswirkungen meiner Hypospadie nun zurecht komme. Wie es so geht, nehme ich nun die Hilfe einer Sextherapeutin in Anspruch und das hilft mir wirklich. Ich weiss noch nicht, wie sich alles entwickeln wird, aber ich hoffe, dass ich an emotionaler Balance gewinnen werde. Es ist wohl eine Untertreibung zu sagen, dass Hypospadie mein Leben geformt hat. Was es wirklich bewirkt hat war mein Selbstvertrauen zu zerstören, meine Zurückhaltung mich nicht mit anderen Männern zu messen, meine Probleme mit engen Beziehungen, und es hat mich sicherlich behindert mein volles Potential bisher auszuleben. Was ich mir für die Zukunft wünsche ist eine liebende Beziehung zu einer Frau, allerdings glaube ich, dass ich dafür noch länger brauche werde.

Von einem homosexuellen Mann

Hier sind einige Gedanken als Antwort auf die Information die hier auf der The-Penis.com angeführt wird. Dies hier ist die beste Erklärung von Hypospadie, die ich je gesehen habe, und sie hat einige meiner Fragen beantwortet über die Art wie ich gebaut bin, die ich über viele Jahre hinaus hatte. Ich habe mich immer wieder darüber gesorgt, dass mein Schwanz anders ist, als er sein sollte. Andrerseits, nachdem ich in meinen frühen Dreissigern sexuell aktiv geworden bin als schwuler Mann, habe ich heraus gefunden, dass die Unterschiede weder für mich noch für meine Partner besonders wichtig waren.

Meine erste Erinnerung über meinen Penis war ein seltsamer und unerklärter Besuch im Spital als ich ungefähr 8 Jahre alt war. Der Arzt zog meine Vorhaut zurück und machte meine Eichel zum ersten mal sichtbar… ich habe über einige Jahre hinweg gedacht, dass ich in irgendeiner Weise beschätigt war, weil der rote Bereich nie wegging!

Als ich 10 oder 11 war, zeigte mir ein Nachbarsjunge wie er durch Reiben etwas was nach Milch aussah aus seinem Penis rauskommen lies. Es kostete mich einige Jahre an intensiven Bemühungen bis mein Penis etwas Ähnliches zu Wege brachte. Allerdings schien mein Penis etwas defekt zu sein - alles was ich da rausbekommen konnte war eine Flüssigkeit, die ein wenig milchig war am Anfang, aber dann schnell klar wurde. Die täglichen Versuche waren der Anfang einer lebenslangen Gewohnheit (oder sollte ich sagen Affaire?) mit meinem Schwanz. Und ich habe mich an tausenden von milchigen Spritzern seitdem erfreut.

Als ich 15 war, war ich sehr stolz auf meinen harten Schwanz, und eines Tages zeigte ich ihn einer Gruppe meiner Freunde - welche mich aufzogen, weil meine Eichel nach unten gebogen war. Was sie mir nicht sagten, und was mich einige Jahre kostete, bis ich es herausfand, war, dass mein Schwanz länger war als die meisten, ungefähr 16cm lang wenn hart. Während ich mit anderen Knaben spielte, fielen mir auch noch andere Unterschiede auf… niemand anderer hatte zwei Öffnungen zum Pinkeln, eine an der Eichel und eine gleich unter dem Kopf. Ich habe auch die Kappe, die fast den oberen Teil der Eichel überdeckt - eigentlich ganz praktisch als Griff, wenn ich pinkle. Natürlich mit zwei Öffnungen ist die Richtung meines Harnstrahles unberechenbar - gut genug für ein Pissoir, aber ich verpasse immer die Klomuschel am Anfang. Ärgerlich …..Ich bin auch ein wenig scheu, wenn es zum Pinkeln kommt, was ein wenig ironisch ist weil ich sonst ganz gerne meinen Schwanz herzeige oder erotische Massagerituale leite.

Als ich im Kollege war suchte ich mir einen Therapeuten um einiges für mich zu klären. Der Psychiater schickte mich zum Urologen, der meinen Schwanz massierte, bis er hart war, und meinte es wäre alles in Ordnung, weil mein Schwanz ganz ok war und grösser als die meisten war. Falls er Hypospadie erwähnte, kann ich mich nicht mehr drann erinnern. Ich machte mir trotzdem noch immer Sorgen, weil mein Schwanz, wenn hart, nach unten gekrümmt war und ich vielleicht Probleme beim Geschlechtsverkehr haben könnte, obwohl mir das durch mein wachsendes Bewusstsein, dass ich schwul war, weniger was ausmachte. Die Eichel schaut kürzer aus als die meisten, was meinen Schwanz stumpf aussehen lässt, was aber vielleicht nur durch seine aussergewöhnliche Breite ( ca. 5 cm, wenn hart) so aussieht. Als ich im Kollege war dachte ich die Krümmung nach unten enstand durch die Beengung meiner konstanten Errektionen in meinen Unterhosen - eine meiner weiteren Ideen, die ich selbst entwickelte, weil mir sonst niemand was erklärte.

Ich habe mich nicht wirklich mit meiner Homosexualität angefreundet bis 1975 als ich 32 war, als ich mich als schwul erklärte und eine lange Beziehung einging, in der Sex und Nähe sehr wichtig waren. Es war mein Freund, der mich zur Body Electric School of Massage brachte, und in den letzen Jahren habe ich einige ihrer Workshops besucht, welche die Karft der erotischen Energie für die Gemeinschaft, Spiel, persönliches Wachstum und Heilungen nutzen. Ausserdem leite ich nun erotische Gruppenmassagen und tausche Massage aus mit anderen. Die Body Electric Arbeit hat mich viel entspannter mit Sex gemacht und mir geholfen meine erotische Energie mit dem Rest meines Lebens zu integrieren. Manchmal bekomme ich Bemerkungen über meine extra Harnöffnung, abe nie Beschwerden. Eigentlich denke ich nicht mehr wirklich drann, wenn ich mit jemand anders zusammen bin. Und wenn es darum geht mich selbst zu erfreuen, ich verwende immer Massen an Öl - entweder Kokosnuss oder Mandel - damit es viel länger dauert.

Über die letzen Jahre habe ich als penetrierender Partner mit Analverkehr begonnen und herausgefunden, dass der Arzt damals im Kollegerecht hatte. Einige Positionen gehen besser als andere (ich könnte daüber ein Buch schreiben) und ein paar können auch unangenehm sein, was ich aus langer Erfahrung als aufnehmender Partner sowieso wusste, dass das für jeden Mann zutrifft abhängig von der individuellen Länge, Steifheit, Krümmung und Sensitivität. Ich bin stolz drauf, dass ich als top einen recht guten und befriedigenden Job leiste.

Falls ich noch etwas bedauere, ist es die Tatsache dass ich Energie und Zeit mit Sorgen darüber, dass ich anders war, verschwendet habe, weil mir niemand genau erklärt hatte was los war als ich aufwuchs. Mein Ratschlag für jemand anders mit Hypospadie wäre über sich selbst zu lernen, lerne dass deiner einfach nur einer der reichen Vielzahl von Penisen die uns die Natur gibt, ist und probier alle erfreulichen und bereichernden Arten aus ihn zu benutzen. Du wirst Deinen bald erfreulich finden und ihn schätzen lernen. Und falls Du mal nach Boston kommst und Lust auf eine Massage hast, freue ich mich drauf Dir meinen zu zeigen und eine Massage auszutauschen! 

email harussell@aol.com

Ein weiterer Bericht:

Ich habe sehr leichte Hypospadie und Chordabildung. Leider hat mir dies aber so viel psychologisches und emotionales Leiden beschert, dass ich genauso gut als Krüppel auf die Welt hätte kommen können. Das Problem ist rein kosmetisch, wenn es aber um so etwas Wichtiges wie den Penis geht, macht es nichts aus, ob das Problem kosmetisch oder funktional ist….jede Abnormalität ist entscheident, und ein grosser Teil des Mann-seins ist es rein äusserlich einen Penis zu haben. Ich sorge mich immer darum, wenn ich Sex habe und ich bin mit mir selbst einfach nicht glücklich, was ich glaube, das die meisten Männer während Sex schon sind. Naja, abgesehen davon schreibe ich mit 2 Sachen im Kopf, die ich mit allen anderen mit diesem Problem teilen möchte, oder ich glaube, dass Eltern eines Sohnesmit Hypospadie wissen sollten.

1.:Falls Dein Sohn irgendeine Art von Abnormalität des Penises hat, ist es VIEL BESSER das Problem zu berichtigen wenn er klein ist (6-12 Monate), als zu warten bis er 'sich selbst entscheiden kann' wie die Intersex Society of America vorschlägt. (Kommentar des Redakteurs: Das Hauptaugenmerk der INSA ist auf intersex Konditionen. In den meisten Fällen von leichter bis schwerer Hypospadie liegt keine Ambiguität des genetischen Geschlechts vor, sondern eine reine Abnormalität des Penise. In diesem Falle ist der Ratschlag der INSA nicht relevant). Eine Operation in diesem Alter wird wohl vom Kind nicht einmal erinnert werden …und der psychologische Effekt von sogar kleinen Abnormalitäten kann später emotional sehr drastisch sein.

2.: Versichere Dich, dass der Arzt Deiner Wahl umfangreiche, und ich meine wirklich umfangreiche Erfahrung hat mit rekonstruktiver Urologie und geh nicht einfach zu deinem lokalen Arzt. Sehr wenige Urologen wissen wie man Reparationen von Hypospadie erfolgreich durchführt. Ich weiss nicht wie die Richtlinien dieser Webseite sind hinsichtlich dem Anschlagen von Referenzen für gute Ärzte, ich bin mir aber sicher, dass es den Leuten da draussen sicher nützen würde zu wissen wer gut ist und wer nicht. Ich denke jeden Tag drüber nach ob es wert ist mir all das anzutun um meinen Penis berichtigen zu lassen und denke mir immer wieder 'warum kann ich nicht normal sein wie alle anderen?'

Notiz des Redakteurs: Ich habe einige e-mails von Männern bekommen, die von Selbstmord sprechen und das Problem einfach nur enden wollen. Andrerseits habe ich genauso viele e-mails von Männern bekommen, die ein glückliches Leben mit einem Partner aufbauen konnten -homo oder hetero - und ich kann bestätigen, dass das nicht nur Dräumereien sind, weil ich einige dieser Mäñner wirklich getroffen habe.

Den besten Ratschlag den ich geben kann, ist, dass der Yahoo! 'Hypospadias Association of Amerika' Klub (siehe Adresse oben) eine Liste von Chirurgen und spezialisierten Therapeuten zusammenstellt. Kontaktiere den Klub für mehr Information. Was immer Du auch tust, rede mit jemandem drüber, entweder persönlich oder via des Internet Klubs, da es ungemein wichtig für Dein mentales Wohlbefinden ist, dass Du die ganze Sache nicht nur alleine im Kopf mit Dir rumschleppst.

Und eine weitere Geschichte 

Ja, ich hab's auch. Ein sehr leichter Fall, ich weiss, und ich hab's trotzdem. I habe nie bemerkt, dass mit meinem Schwanz was nicht stimmte, und ich hatte sicherlich noch nie von Hypospadie gehört, bis eine Cousine von mir, die eine Krankenschwester ist, es mir gegenüber erwähnt hat.

Ich erinnere mich, ich hatte immer schon Probleme in einer geraden Linie zu pinkeln als ich aufwuchs, und das hat sich auch nicht geändert. Es ist mir aber nie in den Sinn gekommen, das was falsch war, obwohl es manchmal schon sehr frustrierend war den Rand der Klomuschel nicht zu treffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich den Rand traff, war grösser wenn ich anfing zu pinkeln und ich musste mit meinem Schwanz neu zielen, wollte ich so viel wie möglich in die Muschel kriegen. Es war mir unmöglich genau zu wissen wo die Pisse hinging am Anfang. Die seltenen Gelegenheiten, wo alles in die Muschel ging, waren besondere Erfolge für mich. Ich konnte nie wirklich verstehen warum ich das nicht immer zustande brachte. Tja, jetzt weiss ich es. Es ist etwas an das ich jetzt allerdings sehr häufig denke.

Als Knabe in der Schule bemerkte ich die Schwänze der anderen Jungs in den Toiletten oder in den Umkleidekabinen und war mir der verschiedenen Formen und Grössen bewusst. Auf einer unbewussten Ebene kam ich wohl zu der Erkenntnis, dass es keine definitive Grösse oder Form gab. Jeder war individuell der seines Eigentümers und es wäre mir nicht in den Sinn gekommen, mich mit einem allgemeinen Standard zu messen. Schwanzgrösse war mir nie ein Problem, obwohl ich zugeben muss ich war mir bewusst, dass meiner nicht klein war, wenn auch nicht besonders gross. Falls meiner vielleicht nur 8 - 10 cm lang gewesen wäre wenn erregiert, wäre ich wahrscheinlich nicht so gleichgültig gewesen.

Betreffend beschnitten oder nicht beschnitten so gehöre ich in die erste Kategorie. Gleichfalls, als ich aufwuchs, war ich mir der unbeschnittenen Version bewusst (Ich hatte einige Cousins, mit denen ich eng befreundet war, und ich bemerkte es auch bei anderen Knaben in der Schule), aber es war nicht etwas, das mir wichtig war oder worüber ich viel nachdachte. Sie waren einfach seltsamerweise anders und das war alles, was ich mir dazu dachte. Zum Thema Masturbation, diese Möglichkeit ist mir erst bewusst geworden nach meinem 14. Geburtstag, ich war ein Spätentwickler. Es war aber nie ein Problem, dass ich Hypospadie hatte, wenn es um Masturbation ging, und dasselbe war der Fall als ich Sex entdeckte.

Die Grösse meines Schwanzes liegt im guten Mittel, und ich hatte nie ein Problem mit Sex (Ich bin streng hetero), und in diesem Stadium meines Lebens (ich bin gerade ein paar Tage von meinem 44. Geburtstag entfernt) sehe ich keine Notwendigkeit für eine korrektive Operation. Ich denke mir, ich bin einer der Glücklichen mit dieser Kondition. Ich weiss jetzt durch das Lesen dieser Informationsseite über Hypospadie, dass es mir um vieles Schlimmer hätte ergehen können. Ich möchte also nochmals betonen, dass ich wirklich Glück gehabt habe, was diese Kondition betrifft. Um einen visuellen Eindruck meiner Kondition zu bekommen, kannst Du Dir Stoutfred's Photoalbum im Yahoo Hypospadie Klub anschauen. Klick auf die kleinen Bilder und schau Dir Photo Nr. 5 an.

Meine Schwanz schaut dem dort abgebildeten sehr ähnlich aus. Oder Du kannst Dir die Photos anschauen auf der CIRCLIST Webseite an der entsprechenden Yahoo Seite. Klick auf die kleinen Bilder und schau Dir Photo Nr. 2 und 4 an. Meiner ist auch diesen sehr ähnlich. Ich brauche wohl nicht zu sagen, dass es mir natürlich lieber wäre, wenn ich diese Kondition überhaupt nicht hätte, andrerseits würde ich meine Form sicher vor all den anderen Formen, die in den Bildern auf der Yahoo Hypospadie Klub Seite abgebildet sind, wählen. Ich hoffe, meine persönliche Geschichte wird anderen mit dieser Kondition irgendwie weiterhelfen.

Vielen Dank auch, dass Du diese ungemein wichtige Information auf Deiner Webseite hast. Ich fühle mich um einiges besser, seit ich mehr Information über meine Kondition habe, und ich bin sicher, dass ich für viele, viele andere Männer, die im selben Boot sitzen, in diesem Sinne spreche. ……Anonym, N.C. (USA)

Und noch eine

Leben mit Hypospadie - meine Geschichte

Ich habe mit grossem Interesse alle Erfahrungsberichte von Leuten, die von Hypospadie betroffen sind, gelesen, in dieser E-Gruppe (siehe obige Links) und anderswo im Internet. Je mehr ich lese, desto glücklicher bin ich darüber, dass meine Eltern weise genug waren die Ärzte zu ignorieren und nichts gegen meine Hypospadie zu tun. Um ehrlich zu sein, ich glaube sie hätten etwas dagegen getan, falls ich in dieser Ära geboren worden wären, da sie sich nie wirklich sicher waren, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatten. Ich bin jetzt 52 Jahre alt und meine Eltern trafen diese Entscheidung am Ende des 2. Weltkrieges als plastische Chirurgie noch in ihren Kinderschuhen steckte. Ich glaube deshalb, dass es eine gute Entscheidung war, weil damals die Risken sicher eine mögliche kosmetische Verbesserung überwogen haben. So wurden mir die Schmerzen der Operation, die Narben und ein unsicheres Resultat erspart. Ich habe noch immer meine Hypospadie. Ich habe meinem Vater (meine Mutter starb als ich 23 war) später sogar gesagt, dass ich froh bin über ihre Entscheidung, aber das was mir geschadet hat, war die Tatsche, dass sie mir nie was über meine Kondition erklärt hatten.

Um die Tatsachen klarzustellen, ich habe leichte bis mittelschwere Hypospadie mit der Öffnugn nicht weit zurückversetzt von der Eichel. (Ein etwas verschwommenes Bild ist in der files Sektion dieser E-Gruppe, falls Du es Dir anschauen willst.) Er funktioniert ganz ok ohne Schmerzen, Narbengewebe oder verformten Errektionen. (Falls jemand noch mehr Bildinformation möchte fürs Archiv, inklusive einem Bild der vollen Errektion, bitte schreibt mir). Wenn erregiert ist er nur so halbwegs gerade, und ich tu mir schwer in einer geraden Linie zu pinkeln, was ziemlich viel Kontrolle braucht aber machbar ist. Ich wurde damit besser als ich älter wurde und kann es jetzt ganz gut kontrollieren und mit Genauigkeit pinkeln ohne überall hinzuspritzen. Meine Sexualfunktion ist auch in Ordnung und ich hatte nie ein Problem ein Vater zu werden. Um ehrlich zu sein, irgendwie gefällt mir die Sache jetzt ganz gut. Immerhin ist es was Neues!

Ich habe zwei Kinder, einen Knaben und ein Mädchen, auf beide bin ich sehr stolz, jetzt 29 und 24 Jahre alt. Oh, und dies ist speziell für die Frau von der Hypospadiegruppe die erstaunt war, dass sie zwei Söhne mit Hypospadie haben konnte - eine Chance von 1:1 Million, wie sie meinte - mein Sohn leidet auch unter Hypospadie. Obwohl es nicht gänzlich vererbbar ist, ist die Chance, wenn ein Mann in der Familie es hat, erhöht zu 1:14 dass seine direkten männlichen Verwandten es auch haben. Da die ursprüngliche Kondition mit einer Häufigkeit von 1 in 300 Männern vorkommt, erhöht sich das Risiko von 2 Fällen in derselben Familie zu 1 in 4000 männlichen Geburten, und da in besagter Familie 2 männliche Geburten vorkamen, heisst das eine Chance von 2000, dass beide es haben. Wirklich keine 1 in einer Million Chance wie die Leute glauben.

Ich habe auch unseren Familienstammbaum durchgecheckt und glaube, dass Hypospadie in mindestens 5 anderen männlichen Verwandten über die letzten 5 oder 6 Generationen vorgekommen ist. Wie ich darauf komme? Eine Person wurde Charlotte getauft bei ihrer/seiner Geburt und geheimnisvollerweise als Charles verheiratet, obwohl die Heirat selbst nie statt fand. Wir nehmen an, dass dies ein schwerer Fall von Hypospadie war, wo der Knabe oberflächlich betrachtet bei der Geburt wie ein Mädchen aussah, aber augenscheinlich zum Knaben heranwuchs, als die Hormone in der Pubertät zu wirken anfingen. Allerdings schien es ihm unmöglich gewesen zu sein die Heirat zu konsumieren, und sie wurde deshalb nicht aufgezeichnet. Ausserdem weiss ich von weiteren 4 Männern die seltsamerweise nie heirateten ohne irgendwelche Erklärungen. Und wenigstens 2 meiner eignenen engen Verwandten, 2 Brüder, leben zusammen sehr zurückgezogen und haben niemals geheiratet. Mein Ur-ur-ur-ur-Grossvater war ein Findelkind (deshalb unser komischer Familienname, der erfunden ist, wie man uns sagte). Könnte es sein, dass er Hypospadie hatte und deshalb von seiner Mutter abgelehnt und verlassen wurde als er in ungefähr 1780 geboren worden war? Zwar ist es alles nur Spekulation, aber es gibt einige Beweise, die mich von einer 1 in 14 Rate überzeugen, wenn ich auch mich und meinen Sohn mitzähle.

Und ja, um meinem Sohn einige der Peinlichkeiten, die ich in der Schule durchmachen musste, zu ersparen, liesen wir seine Hypospadie korregieren. 2 Operationen wurden im Great Ormond Street Spital in London durchgeführt als er zwischen 2 und 3 Jahren alt war glücklicher weise ohne irgendwelche negativen Auswirkungen (so sagte er mir). Ich zweifle, ob ich dasselbe damals getan hätte, wenn ich mehr über die Risiken gewusst hätte, und er sagt heute, er ist froh, dass es gemacht worden ist. Glücklicherweise gingen wird zur richtigen Stelle, da die Ärzte dort als Kinderärzte ausgebildet werden und es das beste Kinderspital in London war und noch immer ist.

Wenn ich mich an die Probleme erinnere, die ich als Kind hatte, so waren die wirklich nicht vergleichbar mit den Schmerzen und Leiden, die manche Kinder mit der Korrektur mitmachen müssen- einer Prozedur mit einer 10%igen Fehlerquote. Ich habe mit vielen Leuten korrespondiert, deren Korrektur schiefgelaufen ist über die letzten paar Jahre hinweg, und den meisten kann ich gar keinen Rat geben, weil das Disaster schon passiert ist. Ich wundere mich nur darüber wie tapfer einige dieser Männer waren, die eine Vielzahl von Operationen hinter sich haben mit (wie es scheint) immer schlechteren Ergenissen.

Manchmal höre ich von Männern aus dem Nahen Osten oder Indien, denen es nicht möglich war als Kinder korregiert worden zu sein, und die jetzt darüber nachdenken bevor sie heiraten. Mein Ratschalg ist immer derselbe. Falls Du keine physischen Probleme hast mit dem unkorregierten Penis, selbst wenn er klein un/oder gekrümmt ist und Dir eine Peinlichkeit ist, glaube ich trotzdem nicht, dass es das Risiko, welches mit einer Korrektur verbunden ist, wert ist. Aber ich mache es auch klar, dass es alleinig die Entscheidung des Eigentümers dieses Penises ist und nicht meine oder irgendjemand anders.

Um es anders zu sagen, sei Dir der Risiken bewusst und basiere Deine Entscheidung auf diesem Wissen. Falls Du nun ein Erwachsener bist, ist die Zeit der allergrössten Peinlichkeiten schon vorbei. Was Du brauchst ist eine gute Beziehung mit einem/r Partner(in) dem oder der Du erklären kannst, was mit Dir los ist, wenn ihr erst am Anfang eurer Beziehung seit. Dann wird es auch kein Schock für diese Person sein, wenn sie oder er ihn zum ersten mal sieht. Ich glaube auch, dass es euch Spass machen wird zusammen eure Möglichkeiten zu erforschen. Und es wird wohl immer eine Anzahl von Frauen (oder Männer) geben, die dann weglaufen, weil es ihnen zu peinlich ist drüber zu reden.

Aber das ist ihr Problem, nicht deines. Es ist wohl besser, das zuerst herauszufinden bevor du dich zu einer Heirat verpflichtest und das Problem bis zur Hochzeitsnacht aufgeschoben wird. Ich habe meiner zukünftigen Frau schon sehr früh darüber erzählt (nach ungefähr 4 Wochen) und obwohl siemildes Interesse zeigte, hat es niemals einen Unterschied in unserer Beziehung gemacht und wir sind jetzt schon über 30 Jahre lang verheiratet. Das war ein wenig einfacher für mich, weil sie eine Krankenschwester war und verstand worum es bei dieser Kondition ging. Sie sagt mir nun auch, ich sei ein wenig bessesen davon, sie ist nun schon so sehr daran gewöhnt und sie versteht nicht wirklich warum es noch immer ein Thema ist für mich, auch wenn ich es nur so wie ihr am Internet diskutiere.

Als ich für ein paar Jahre von meiner Frau entfernt lebte (durch einen meiner Jobs waren wir 600km getrennt über 3 Jahre hinaus), hatte ich auch eine zweite Beziehung mit einer Frau, die ihn wirklich mochte, und wir konnten von Sex nie genug kriegen. In Wirklichkeit habe ich diese Beziehung gebraucht, wenn auch nur um mir zu beweisen, dass die Hypospadie kein Thema war. Eigentlich schien es als wäre die besondere Form mit der Eichel breiter als normal gut zu sein, da es den Genuss meiner Partnerin steigerte. Das ist etwas Positives, was ihr euren Söhnen erzählen könnt, dass sie etwas haben was sonst keiner kann.

Erwachsenen, die über eine Korrektur nachdenken, weil sie zu schüchtern waren eine Frau um Heirat, Sex, oder Beziehung zu fragen, habe ich in der Vergangenheit geraten doch erst einmal ihr sexuelles Potential auszuforschen, bevor sie sich zu einer Korrektur entschieden. Meist sind die Schwierigkeiten, die ihnen zu schaffen machen, mehr im Kopf als real, und nicht unbedingt ein Grund für eine Operation. Ausgenommen natürlich in schweren Fällen von Chordabildung, wo die Krümmung so stark ist, dass Pentetration unmöglich wird oder sehr schmerzhaft ist.

Um seine eignen Möglichkeiten oder Probleme auszuforschen, kann es nützlich sein erst mal die zukünftige Freundin oder Frau um eine Generalprobe in Sachen Sex zu fragen, was ja in unserem freieren Zeitalter keine Unmöglichkeit mehr ist. Oder es besteht auch die Möglichkeit, falls keine verständnisvolle Partnerin zur Verfügung steht, für Sex zu zahlen. Das würde allemal helfen, die eignen Begrenzungen herauszufinden bevor man sie mit einer Freundin bespricht oder grössere Probleme in einer Heirat auftreten. Wie gesagt, dies sollte jeder für sich entscheiden, abhängig von den eigenen Umständen und moralischen Überzeugungen. Es ist mir als junger Erwachsener nie in den Sinn gekommen eine Prostituierte aufzusuchen, aber ich hatte auch Glück, dass ich mit 20 Jahren jemanden fand der Verständnis hatte, und es zwischen uns nicht weiter ein Thema war. Einige der Männer mit denen ich per Internet Kontakte habe, sind schon beinahe 30 Jahre alt und noch immer Jungfrauen. Sie sind zu scheu und fürchten ausgelacht zu werden und haben nie versucht eine Frau nach Sex zu fragen. Sie hatten überhaupt keine Hilfe als Kinder oder während der Pubertät und so brauchen heute psychologische Hilfe viel dringender als eine Operation.

Ich glaube, dass ein Leben mit Hypospadie nicht unbedingt das Ende der Welt sein muss, wie so viele Ärzte glauben, und es ist allemal um vieles sicherer als ihre zweifelhaften Operationen. Wenn ich das mit ihnen bespreche, können sie es immer nicht glauben, dass jemand mit Hypospadie lieber auf ihre wundervollen Operationen verzichtet!!!! Ich verstehe wirklich nicht, warum sie immer raten, dass Kinder diese Operation so früh haben. Ich war mir keines Unterschiedes bewusst bis ich mindestens 8 Jahre alt war, es besteht also keine Eile mit irgendwelchen Entscheidungen, und mit 8 Jahren kann man den Sohn auch schon selbst fragen was er haben will, abgesehen davon, dass der Penis schon grösser ist und einfacher zu operieren. Andrerseits musst du mit deinem Sohn schon von klein auf drüber reden, in der gleichen Weise wie du ihm die Tatsachen des Lebens lehrst, sobald er damit umgehen kann. Ich habe nie über Selbstmord nachgedacht, aber ich habe mit anderen gesprochen, deren Penis wirklich verhaut worden ist, und die ernsthaft darüber nachgedacht haben.

Sei dir dessen bewusst, dass es wie bei jeder Operation ein Risiko gibt, und eine sehr hohe Fehlerrate ist für diese Art Operation gut bekannt. (mindestens 8%). Nachdem was ich so lese, ist die Rate für mögliche Komplikationen, die weitere Operationen benötigen (zB.: Fisteln, Vernarbungen) sogar um einiges höher, allerdings werden diese nicht als Misserfolge von den Ärzten bezeichnet. Ein Wort, dass sie nur für das völlige Scheitern der Korrektur verwenden. Einige der Penise werden gefühllos und sterben völlig ab. Ein sehr hoher Preis der da bezahlt wird und der manchmal sogar von trivialen Eingriffen wie Beschneidung gefordert wird. Erinnere dich auch drann wie schwierig es sein muss für jemanden mit dieser Kondition einen Chirurgen um Hilfe oder weitere Eingriffe zu fragen. Was ich so von anderen lese, haben Leute nach einer Operation nicht nur mit den operativen Folgen sondern auch noch immer mit dem ursprünglichen Problem zu kämpfen, etwa einer Harnöffnung am Schaft, die nicht wirklich repariert worden ist.

Was ein Knabe mit Hypospadie braucht, ist genau das, was ich nicht hatte. Einen frühen Zugang zu wichtigen Informationen, und eine Verbindung mit anderen, die diese Kondition haben, sodass er nicht glaubt er ist der einzige damit. Sobald dein Sohn alt genug ist, halte ihn an so viel wie möglich darüber herauszufinden und mit anderen mit dieser Kondition drüber zu reden. Das Internet ist wirklich sehr nützlich um dies anonym machen zu können. Das wird ihm helfen mit den schwierigen Zeiten zurecht zu kommen, ob eine Korrektur stattfand oder nicht. Dann kann er mit einem alten Hasen wie mir reden und herausfinden, dass man damit leben kann. Nur wenn er alt genug ist um sich des Risikos bewusst zu sein, sollte eine Operation mit dem Knaben besprochen werden und zusammen eine Entscheidung gefällt werden. Tu es nicht einfach um ihn richtig zu stellen, damit du ihn den Freunden zeigen kannst. Wessen Penis ist es am Schluss denn auch?

Wie ich schon erwähnt habe, ich wurde mir der Tatsache bewusst, dass ich anders war als die anderen Knaben als ich ungefähr 8 war. Das geschah als eine Gruppe von uns versuchte ein kleines Feuer auszulöschen mit der einizgen Methode des Wasser sprühens, die uns unmittelbar zur Verfügung stand. Irgendwie schaffte ich es auf den Fuss meines besten Freundes zu pinkeln, und alle wurden ein wenig neugierig wie ich es anstellte nach unten zu pinkeln, wenn ich ihn horizontal hielt. Ich konnte ihnen nicht sagen, warum es so war wie es war und der Vorfall war schnell von ihnen vergessen als eine kleinere Kuriosität und sie haben sich nicht weiter dafür interessiert. Allerdings war ich selbst sehr verwirrt über die Tatsache, dass ich anders war. Ich bin mit meiner Schwester aufgewachsen und ich wusste wie SIE aussah. Was war ich dann? Eine Art Zwitter?

Es wurde ein paarmal in der Unterstufe meines Gymnasiums bemerkt, als ich aufwuchs. Wir hatten einen Fitness Raum und ein geheiztes Schwimmbad in der englischen Privatschule für Knaben, wo ich aufwuchs. Es wurde von uns erwartet, dass wir uns in einer offenen, gemeinsamen Dusche duschten (nicht privat) und dann noch immer nackt in den Pool sprangen und ein paar Runden schwammen um uns abzukühlen. Wie gesagt wurde ich ein paarmal bemerkt (nicht mehr als 2 oder 3 mal) und ich erregte etwas Aufmerksankeit und einige Finger, die auf mich zeigten. Wenn dies geschah, so war es mir peinlich, aber ich ging einfach weg, trocknte mich ab und zog meine Kleidung wieder an. Falls meine Schulkameraden das Thema unter sich noch weiter besprachen, so fragten sie mich nie etwas. Das ganze hat mir physisch nie weh getan und ich habe einfach mit den wichtigeren Dingen im Leben weitergemacht, auch wenn ich wohl langsam immer schüchterner wurde.

Einmal war ich alleine im Schwimmbad mit einem der viel älteren Knaben, welcher sich hinter mich hinstellte und meinen Penis aus meiner Hose herausnahm. Ich wusste nicht was ich tun sollte und bekam eine Errektion, während er mich berührte. Er fragte mich warum mein Penis so war wie er war, und ich erklärte er war so als ich geboren worden war. Nachdem er seine Neugier befriedigt hatte (er muss mich wohl aus der Ferne bemerkt haben oder jemand anders hat ihm von mir erzählt), lies er mich alleine und ich hörte nie wieder davon. Das ist die Summe meiner peinlichen Erlebnisse über meine 12 Jahre Schulzeit hinweg. Zwar damals schmerzhaft, aber sicher nicht schmerzhaft genug, um die Risiken einer Operation zu rechtfertigen.

Ich erinnere mich auch daran, dass ich mit 14 oder so mit meinem Vater zu einer Landwirtschaftsmesse ging und die Herrentoilette war ein abgeschirmter Platz mit einem offenen Trog am Boden. Ich erinnere mich, es war mir peinlich, dass ich da hineinpinkeln musste während mich alle anderen beobachten konnten, weil ich es einfach nicht in die richtige Stelle zielen konnte, aber ich weiss nicht einmal, ob ich jemandem aufgefallen bin oder nicht. Beim Hinausgehen jedoch, bemerkte ich jemanden, der in eine Ecke pinkelte und ich warf einen kurzen Blick. Ich war sehr erstaunt, dass er (ein Erwachsener) einen Penis hatte, der genauso wie meiner aussah, abgesehen davon, dass er grösser war und dicker (vielleicht war er ja auch etwas erregiert).

Damals war ich ziemlich bessesen von der Idee, dass ich einmalig war und nahm jede Möglichkeit war mir andere anzuschauen. Ich hatte viele meiner Schulfreunde in der Dusche gesehen, einige mit starken Errektionen die damit angaben, aber zu meiner Enttäuschung niemals einer der wie meiner war. Somit, als ich endlich einen zweiten sah auf der Landwirtschaftsmesse, war ich absolut überglücklich, weil ich wusste ich war nicht der einzige.

Als ich 17 war, fand ich endlich von einem Biologiebuch heraus, dass ich nicht nur nicht einmalig war, sondern eine gut bekannte Kondition besass. Es war das erste mal, dass ich lernte wie meine Kondition hies und auch, dass sie relativ häufig vorkam (obwohl ich den Namen nicht aussprechen konnte). Ich glaube, dass war auch der Punkt, wo ich aufhörte mich drüber zu sorgen, was sich verstärkte als meine Schulzeit endete und ich an eine Universität ging und mit 20 Jahren meine Jungfräulichkeit verlor. Auch bin ich mein ganzes Leben lang viel entspannter in der Nähe von Frauen gewesen und ich finde es schwer mit Männern eine Freundschaft zu schliessen. Ich glaube, dass kommt davon, dass ich mit Schwestern aufgewachsen bin und meinen unerfreulichen Zeiten in einer Knabenschule. Dort zog ich mich von der grösseren Gruppe meiner Klassenkameraden zurück und vertraute nur ein paar engen Freunden mit einem Blick auf mein 'Geheimnis'. Ich fand bald, dass Frauen weniger Vorurteile hatten und es dadurch leichter war mit ihnen auszukommen und ich konnte ihnen mehr vertrauen.

Der Rest meines Lebens ist völlig ereignislos, was die Hypospadie betrifft. Obwohl ich es bis vor ein paar Jahren immer nur mit meinen Liebhaberinnen besprochen habe (es gab da 1 oder 2 über die Jahre hinweg), habe ich es seitdem über das Internet mit vielen Leuten besprochen, und persönlich mit ein paar guten Freunden (allen natürlich Frauen). Ich könnte es nie mit einem anderen Mann besprechen, ausgenommen er wüsste schon was es ist. Selbst dann fange ich zuerst an über meinen Sohn zu reden, bis er mitkriegt, dass ich mehr davon weiss, weil ich es selbst habe.

Ich habe auch gelernt, dass es viele verschiedene Ursachen hat und nicht einfach etwas ist, dass in meiner Familie von Zeit zu Zeit an einen Unglücklichen weitergegeben wird. Ich bin ein Ökologe und habe mich an der Debatte über 'endocrine disruptors' (wörtlich hormonelle Unterbrecher) beteiligt, welche anscheinend mit anderen Dingen für den Anstieg von Hypospadie verantwortlich sind. Interessanterweise, nach der CDC Studie, ist es die Frequenz der schwereren Formen, die zunimmt - nicht der leichtereren wie meiner, die wohl erblich bedingt ist. Deshalb ist es extrem wichtig, dass wir unsere Diskussion an die Öffentlichkeit bringen, sodass die, die von dieser Kondition nichts wissen, mit ihr und ihren Ursachen vertraut werden und unsere Söhne keine unnötigen Operationen aus rein kosmetischen Gründen durchgehen müssen, da unsere Form einfach als eine extreme Form der natürlichen Variabilität angesehen werden kann.

Ich erinnere mich daran, dass ich auf einer Konferenz, wo Hypospadie erwähnt wurde als Resultat einer hormonellen Störung in der Mutter, mit jemandem drüber sprach, dass ich und mein Sohn es hatten. Eine Frau, die unserem Gespräch zugehört hatte, fragte mich später alleine, was es war. Ich erklärte es und sie eilte hastig weg aus Scham und wünschte sich wohl, sie hätte mich nie gefragt. Dieser Vorfall berührte mich nicht im geringsten und sie tat mir leid, da sie in diesem Gebiet arbeitete und offensichtlich nicht wusste, dass so etwas vorkommen konnte. Sie brauchte Hilfe um damit zurecht zu kommen, nicht ich. Je mehr Leute davon wissen, desto weniger wird es auch ein Thema für unsere Söhne sein.

An alle, die über eine mögliche Operation nachdenken, bitte wartet ein wenig ab und denkt drüber nach eure Söhne mitbestimmen zu lassen. Es besteht keine Eile - es ist keine Leben oder Tod Entscheidung und wie ein altes Tischlersprichwort so schön sagt - lieber zweimal nachmessen, als einmal schneiden.

Und zwei positive Geschichten!

Mein Mann hat eine leichte Form von Hypospadie - sein Harnleiter öffnet sich knapp unter der Eichel - und als er vor ungefähr 30 Jahren geboren worden ist, boten die Ärzte keine korrektive Operation an. Er hatte mehrere Harnwegsinfektionen bis er einen Arzt traf, der ihn endlich genau untersuchte und ihn über seine Kondition informierte. Er fühlt sich sicher mit seinem kleinen 'Unterschied' und hat nie die Möglichkeit einer operativen Korrektur verfolgt. Das Postive an der Sache ist…..mein Uterus ist nach hinten verlagert, sodass mein Cervix in die gegenüberliegende Richtung als normal gerichtet ist…. Ich hatte dadurch oft Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs mit meinem Ex-Mann, aber als ich meinen derzeitigen Mann traf und wir uns langsam näher kamen, hatte ich keine schmerzhafte Erfahrung Ich glaube, dass durch seine Krümmung mein empfindlicher Cervix nicht berührt wird und wir haben wundervollen Sex zusammen. Ich glaube, Gott hat uns für einander geschaffen!

Und

Ich habe deine Webseite aus Neugier gelesen. Ich bin 34 Jahre alt und habe Hypospadie und es gab eine Zeit, wo ich dachte ich sei abnormal. Zugegebener Massen, als ich aufwuchs, musste ich den anderen Knaben die Sache mehr als einmal erklären. Ich dachte nicht, dass es so wichtig war, und sie mussten mit mir übereingestimmt haben, denn ich wurde nie gehänselt. Mein Sexleben begann in meinen Collegejahren und was für eine wunderbare Zeit es nicht war! Wider Erwarten erzählten die Mädchen (die mit mir geschlafen hatten) den andern Mädchen nicht, dass ich abnormal war, sondern wie gross meiner nicht war.

Mein Penis ist 20 cm lang wenn voll erregiert, und hat eine starke Krümmung nach unten (wie eine Banane), und der Kopf ist riesig, weil stark vom Schaft abgesetzt. Meine Harnöffnung liegt am Schaft sehr nahe zum Kopf. Jede Frau mit der ich je geschlafen habe, kann einfach nicht genug kriegen. Vielleicht liegt das an der Krümmung, der Grösse des Kopfes oder beidem. Denk dir das doch mal - falls du es von hinten machst, hast die vollen Druck auf ihren G-Punkt! Sei ehrlich, falls du es schaffst, dass die Frauen für dich ihre Kleidung ausziehen und mit dir schlafen wollen, macht es wirklich nichts aus wie dein Schwanz aussieht. Was du mit ihm machst ist wichtig.

Jede Frau wird dir das bestätigen und auch so meinen. Ich möchte hier nicht als der totale Macho rüberkommen. Ich möchte nur herausstellen, dass diese Kondition nicht als Deformation angesehen werden soll, es ist ein Teil von dir, der einzigartig ist. Es ist etwas, dass deine Liebhaberin von keinem anderen bekommen kann, wenn sie dich gehen lässt!

[Kommentar des Redakteurs: Viele Männer mit Hypospadie sind leider bei der Grösse auch zu kurz gekommen. Du hast mit all deinen Kommentaren recht, aber jeder Mann, der die Kondition hat so wie du, wird wohl wissen (hoffe ich wenigstens) was er daran hat. Für einige, die mit Hypospadie und Grösse kämpfen, sieht die Sache wohl nicht so einfach aus. Ich bin froh, dass du damit so eine gute Erfahrung hattest - du bist ein glücklicher Bursche]


Und noch ein Bericht - diesmal über Epispadie - der schwereren Form von Hypospadie, bei der die Harnöffnung noch weiter nach hinten versetzt ist, manchmal sogar bis zum Hodensack selbst.

Ich wurde 1960 in England geboren und mit Epispadie diagnostiziert. Dies ist eine Kondition ähnlich zu Hypospadie, der Unterschied ist, dass die Harnöffnung nicht an der Unterseite des Schaftes zu liegen kommt, sondern an der Oberseite. Punkto Schwere würde ich meine Kondition mit 6 bewerten, wobei 10 der schwerste Fall ist, aber diese Einschätzung basiert auf meinem limitierten Wissen. Der Harnleiter war überhaupt nicht gebildet und mein Penis sah aus, als wäre er in zwei Hälften geteilt.

Meine Genitalien sind ausserdem klein, jetzt als Erwachsener misst mein Penis im schlaffen Zustand nur 4 cm und 8 cm im erregierten Zustand. Während ich aufwuchs, war es mir bewusst, dass ich anders war, meine erste konkrete Erinnerung stammt aus meinem 5. Lebensjahr. Ich wartete ausserhalb eines Spitals im Wagen meiner Eltern mit meinen Sachen fertig zum Einweisen in die Klinik. Aber der Chirurge hatte entschieden, dass ich zu jung sei und er lieber warten wollte bis ich älter war, und wir mussten wieder nach Hause fahren. Abgesehen von diesem Besuch in der Klinik um meine Entwicklung zu überwachen, kann ich mich an sehr wenig in meinem frühen Leben mit Hypospadie erinnern. Es gab nur ein Problem mit dem ich zurecht kommen musste, und das war, dass ich beim Pinkeln überall hin spritzte, selbst wenn ich mich hinsetzte, was sich bis zu meinem 20 Lebensjahr nicht änderte, [ Kein kleines Problem, glaube ich -Anmerkung des Redakteurs]

Als ich in die Hauptschule ging wurde mein Geburtsdefekt mehr ein Problem. Das unmittelbarste waren die Duschen. Ich wurde vom Duschen befreit um mir die Peinlichkeit zu ersparen, aber ich musste mich ständig der Fragen der anderen Kanben erwähren, was mich in die Defensive brachte. Mein erster langer Besuch im Spital war als ich 12 war, was mir eine ähnliche Welle von Fragen meiner Klassenkameraden bescherte. Es war keine Bösartigkeit darin, sondern nur Neugier, aber der Effekt war, dass ich mich isolierte und abweisend wurde. Meine erste Operation war ziemlich lang und ich war für 3 Wochen im Spital und weitere 2 Wochen zu Hause um mich zu erholen.

 Während meines Aufenthalts im Spital lag ich auf der Station für plastische Chirurgie für Männer, weil die Kinderstation wegen Renovierung geschlossen war. Es war ziemlich traumatisch für mich, weil es ein altes Spital mit grossen, offenen Zimmern war und es eine Vielzahl von schweren Verletzungen in meinem direkten Blickfeld gab. Von all meinen Operation machte diese wohl den grössten Eindruck auf mich. Die Teenager Jahre sind für alle Knaben schwierig mit den physischen und hormonellen Veränderungen. Je mehr ich mir dieser Veränderung und der Mädchen bewusst wurde, desto zurückhaltender und unsicherer wurde ich. Ich entwickelte einen Sprachfehler und fand es sogar manchmal schwierig meinen eignenen Familiennamen auszusprechen. Ich hatte keine engen Freunde und erzählte niemandem von meinem 'Geheimnis'. Ich fürchtete mich vor Spott von Knaben und Mädchen, aber das war nur eine eingebildete Bedrohung, ich lies es dazu erst gar nicht kommen. Es war einfacher sich zu verstecken und Situationen aus dem Weg zu gehen als sich ihnen zu stellen.

Als ich 20 war, hatte ich, so hoffte ich, meine letzte Operation. Ich hatte bis dahin schon 4 hinter mir, seit ich mit 12 Jahren die erste hatte. Jede Operation war ein Fortschritt in der Rekonstruktion meines Harnleiters. Diese Operation war nur teilweise erfolgreich, da sich einige Stiche lösten und ich nochmals operiert werden musste um den Kanal endlich zu schliessen. Allerdings war ich auch endlich auf dem Weg der Normalisierung und ich konnte zum ersten mal im Stehen pinkeln. 2 Jahre später fand die letzte Korrektur statt, obwohl mir ein aufgelöster Stich ein kleines Loch hinterliess, welches ich noch heute habe. Als ich zum letzten mal im Spital war, dachte ich sehr hart über mich und meine Zukunft nach: Falls ich eine Zukunft haben wollte, musste ich anfangen mich mit Frauen zu treffen. An meinem letzten Tag im Spital frage ich eine der Krankenschwestern, ob sie mit mir ausgehen würde. Immerhin wusste sie alles über meine Kondition und würde mich wohl nicht auslachen. Sie sagte ja.

Wir blieben für 2 Jahre zusammen, Sex war ok, obwohl meine Unerfahrenheit und Unsicherheit die Sache manchmal recht schwierig machte. Wir trennten uns, weil ich zu weit weg wohnte und es schwieriger wurde uns zu treffen. Ein Jahr später traf ich ein anderes Mädchen in der Arbeit, welches später meine Frau wurde. Es war eine grosse Überraschung für mich, dass ich keine negative Reaktion weder von ihr noch von meiner früheren Freundin bekam. Mein Aussehen ist jetzt fast normal, wenn auch ein klein wenig zu klein, und ich habe ein paar Narben an der Oberseite knapp unter der Eichel, wo ein Hauttransplant abstarb. Mein Sexleben ist normal, aber beschränkt auf ein paar Positionen. Ich war erfolgreich mit der Zeugung eines Kindes nach 2 Jahren Ehe ohne dass ich mich besonders anstrengen musste! Mein Sohn wurde 2 jahre nach meiner Tochter geboren und war völlig normal.

Ich bin sehr enttäuscht und bitter über meine Erfahrungen und Probleme. Die Ärzte, die mich behandelten, haben gute Arbeit geleistet bezüglich der Chirurgie, aber mir nie psychologische Hilfe angeboten. Meine Eltern haben sich bemüht und wohl ihr Bestes getan, mich aber in meinen schwierigsten Zeiten nicht unterstützen können, da sie mich nicht wirklich verstanden. Eines der schlimmsten Dinge waren die Medien - das Bild der männlichen Perfektion ist immer präsent, und es verstärkte meine Ansicht, dass ich abnormal war. Ich glaube, dass wird noch immer schlimmer in dieser modernen Welt. Ich komme jetzt ganz gut mit mir und meinem Penis zurecht, es ist alles was ich habe. Es ist möglich Trost zu finden in dem Gedanken, dass es anderen noch schlechter geht, aber das ist nur mit Reife und Zeit möglich.

Das Vermächtnis meiner frühen Jahre ist, dass ich mit den meisten Männern nichts anfangen kann und die Gesellschaft von Frauen vorziehe, was schwierig ist, weil ich noch immer selbst mit Frauen sehr scheu bin. Durch meine Arbeit habe ich an Selbstvertrauen gewonnen und mein Sprachfehler macht sich nur noch unter Stress oder Müdigkeit bemerkbar. Als ich älter wurde haben sich meine Prioritäten geändert und ich sorge mich jetzt mehr um meine Kinder und ihre Zukunft. Irgendwie habe ich noch ganz schön Glück gehabt, auch wenn es mir ab und zu nicht so vorkommt.


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